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Zuverlässige Photovoltaik-Anlagen - die Säulen künftiger Stromversorgung

21.04.2016

 

Vom 28. bis 29. April trifft sich am AIT in Wien die internationale Photovoltaik-Branche, um die neuesten Erkenntnisse zu Qualität und Zuverlässigkeit dieser nachhaltigen Stromgewinnungstechnologie zu diskutieren. Eine optimale Gelegenheit für alle Produzenten und Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, sich im SOPHIA-Workshop über aktuelle Trends und Entwicklungen zu informieren.

Photovoltaik (PV) ist eine der wichtigsten Technologien zur nachhaltigen Stromgewinnung und das Rückgrat unserer künftigen Energieversorgung. Der steile Aufwärtstrend dieser Technologie spiegelt sich in der Gesamtleistung der weltweit installierten PV-Anlagen, die heute bereits an die 230 Gigawatt beträgt. Die jährlichen Zuwachsraten sind beachtlich: Allein 2015 entsprach die Fläche der neu installierten PV-Anlagen etwa 50.000 Fußballfeldern mit einer Leistung von fast 50 Gigawatt. 

Leistung, Lebensdauer und Verlässlichkeit
Um konkurrenzfähig zu sein, müssen PV-Anlagen höchsten Qualitätsstandards genügen.
AIT verfügt über das Know-how und modernste Laborinfrastruktur zur Überprüfung von Leistung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit unterschiedlicher PV-Anlagen und –Komponenten, da es sich dabei um die Schlüsselfaktoren für entsprechende Investitionen handelt. Damit auch Hersteller und Betreiber von PV-Anlagen sowie andere Forschungseinrichtungen von diesem Wissen und den Erkenntnissen internationaler ExpertInnen profitieren, veranstaltet AIT gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme den SOPHIA-Workshop „PV Module Reliability“.

Wie man Qualität erkennt
Die TeilnehmerInnen dieses aus einer erfolgreichen Forschungskooperation hervorgegangenen Workshops erfahren beispielsweise, welche Defekte bei PV-Anlagen auftreten können und wie sie zu erkennen, zu messen, zu managen und zu vermeiden sind. „Letztlich geht es darum, die Qualität eines PV-Produktes möglichst früh zu erkennen“,  bringt Christoph Mayr, Head of Business Unit Photovoltaic Systems bei AIT, das Ziel des Workshops auf den Punkt. Zu diesem Zweck werden auch verschiedene Testverfahren vorgestellt, die rasch und eindeutig über die zu erwartende Leistung und Lebensdauer von PV-Produkten sowie deren Zustand im laufenden Betrieb informieren. „Immerhin soll eine PV-Anlage mindestens drei Jahrzehnte halten“, betont der AIT-Experte.
Auch über Material-Innovationen und gebäudeintegrierte PV-Anlagen als Designobjekte werden die TeilnehmerInnen auf den neuesten Wissensstand gebracht.  Da gebäudeintegrierte PV-Anlagen eine anspruchsvolle Doppelfunktion als Gebäudehülle und Stromlieferant zu erfüllen haben, müssen sie auch denselben hohen Anforderungen genügen wie normale Bauteile.

Neue Messmethoden
Mit seinem gefragten Know-how in der Simulation, Modellierung und Prüfung von PV-Systemen und -Komponenten ist AIT nicht nur in allen wichtigen Standardisierungsgremien weltweit vertreten, sondern arbeitet auch federführend an der Entwicklung verschiedener Messmethoden mit. So haben AIT-ExpertInnen etwa ein mobiles Prüfsystem entwickelt, mit der PV-Anlagenbetreiber kostengünstige Tests vor Ort durchführen lassen können.
Mit seinem Schwerpunkt auf der Zuverlässigkeit von PV-Modulen bietet der Workshop den unterschiedlichsten Akteuren der PV-Welt wertvolles Wissen, informative Diskussionen und hilfreiche Vernetzungsmöglichkeiten.