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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Innovation Dynamics & Modelling

Das Research Field Innovation Dynamics & Modelling widmet sich der quantitativen Analyse und Modellierung von Innovationssystemen. Hierbei stehen dabei unter anderem folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie können wir Innovationssysteme empirisch in ihrer zeitlichen, räumlichen und strukturellen Entwicklung erfassen? Wie können wir den Einfluss sich ändernder Rahmenbedingungen und Politikinterventionen auf Organisationen und das Innovationssystem als Ganzes abschätzen? Und welche Daten und Indikatoren eignen sich, um die Leistungsfähigkeit eines Innovationssystems und seiner einzelnen Institutionen zu messen?

Die Forschung im Research Field stützt sich einerseits auf fundierte Kompetenzen in quantitativen, insbesondere mathematischen und statistischen, Methoden, und andererseits auf umfassende Dateninfrastrukturen zur empirischen Analyse unterschiedlicher Dimensionen von Innovationssystemen. Durch den Aufbau und die Pflege eigener Datenbestände leisten wir zugleich Beiträge zu pan-europäischen Forschungsinfrastrukturen (risis.eu). Neben der Weiterentwicklung unserer etablierten Datenbestände, etwa zur Erfassung von Netzwerken in den EU Rahmenprogrammen (AIT EUPRO Datenbank), erstellen wir laufend neue Daten zu unterschiedlichen Fragestellungen, unter anderem mit Hilfe von Big Data- und Horizon Scanning-Methoden. Darüber hinaus leisten wir wichtige Beiträge zur Förderung der Offenheit und Verknüpfbarkeit von Forschungsdaten (FAIR Data).

Methodisch liegt ein Fokus auf netzwerkanalytischen Verfahren, insbesondere auf der sozialen Netzwerkanalyse. Zudem verwenden wir fortgeschrittene ökonometrische Ansätze, insbesondere aus dem Bereich der räumlichen Ökonometrie und der räumlichen Interaktionsmodellierung, um etwa Determinanten der Entwicklung und Ausrichtung von Innovationssystemen zu erfassen. Zur frühzeitigen Identifikation von Innovationspotenzialen entwickeln wir neue Indikatoren zur Erfassung technologischer Komplexität. Für Analysen solcher Fragestellungen aus einer Mikroperspektive sowie zur (ex-ante) Evaluierung von Politikinterventionen setzen wir zudem unser agentenbasiertes Model RI:COMPASS  ein. Weitere methodische Schwerpunkte liegen in den Bereichen Science Mapping sowie Technology Mapping, etwa auf Basis von Publikations- und Patentanalysen, sowie zunehmend auch durch die Auswertung von Trends in sozialen Medien.