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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Automatisiertes Fahren - erfolgreicher Test zur Kollisionsvermeidung

22.07.2021
Auf der Teststrecke von Digitrans in St. Valentin erproben autonome Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit - so auch der automatisierte Geräteträger Reform Metron P48 RC - entwickelt im Rahmen des Forschungsprojekts AUTILITY unter der Leitung des AIT Austrian Institute of Technology
 

Automatisiertes Fahren auf der Digitrans Teststrecke in St. Valentin.
Bei der Live-Demonstration wurde ein drohender Verkehrsunfall simuliert. Das autonome Fahrgerät erkannte das Unfallrisiko und stoppte selbstständig. (© Andreas Vrabl)

 

Um einerseits klimaneutrale und kosteneffiziente Konzepte für die Logistik und Gütermobilität der Zukunft entwickeln zu können und andereseits die Verkehrssicherheit von autonomen Fahrzeugen zu erhöhen bedarf es spezieller Testumgebungen, die verschiedene Verkehrs- und Logistikszenarien auf unterschiedlichen Strecken, Untergründen und bei unterschiedlichsten Umweltbedingungen nachstellen.

Mit der Erweiterung der österreichweit einzigartigen Teststrecke Digitrans entsteht in St. Valentin eine hochmoderne Testinfrastruktur für automatisierte Fahrzeugtechnologien. Sie soll die heimische Industrie und Forschung darin unterstützen, sicheres, vernetztes und autonomes Fahren zu entwickeln, testen und zu verifizieren.

Erfolgreiches Forschungsprojekt AUTILITY mit einer Live-Demo des autonomen Fahrzeugs

Beim Spatenstich zur Streckenerweiterung auf dem Areal des Magna Powertrain Engineering Centers Steyr in St. Valentin, gab die Vorführung des autonomen Fahrzeugs Reform Metron P48 RC erstmals realistische Einblicke in die Zukunft. Das Fahrzeug wurde in dem kooperativen Forschungsprojekt aus Industrie- und Forschungspartnern und unter Federführung des AIT Centers for Vision, Automation & Control entwickelt. Es stellt eine autonome, mulitfunktionale Plattform dar, die sowohl als Zugfahrzeug als auch als Geräteträger dient. „Die Plattform soll künftig automatisierte Transport- und Arbeitsabläufe ermöglichen und für automatisierte kommunale Dienstleistungen im öffentlichen Raum wie z.B. Müllabfuhr und Straßenreinigung eingesetzt werden können,“ erklärt Wolgang Pointner Leiter des Projekts am AIT Austrian Institute of Technology. Doch dazu muss das Fahrzeug in der Lage sein, seine Umgebung aufzunehmen, zu verstehen und zuverlässig zu verorten – Zielsetzungen mit denen sich das Forschungsprojekt  AUTILITY beschäftigt.

„Unsere Forschungsgruppe Assistive & Autonomous Systems hat sich auf die Sensorik, die Zusammenführung unterschiedlicher Sensordaten und der Auswertung dieser Daten in Echtzeit spezialisiert. Wir haben bereits ein Assistenzsystem für Straßenbahnen entwickelt, das weltweit im Einsatz ist. Es warnt die Fahrerin /den Fahrer bei Kollisionsgefahr und leitet selbständig den Bremsvorgang ein. Für das autonome Fahrzeug konnten wir auf diese Erfahrungen zurückgreifen und zuverlässige Methoden zur Kollisionsvermeidung entwickeln,“ so Pointner. Dass dies gelungen ist, zeigt die Demonstration in St.Valentin bei der ein drohender Verkehrsunfall simuliert wurde.

Das autonome Fahrgerät erkannte das Unfallrisiko, stoppte selbstständig und überzeugte.

 

 

Mehr dazu:

Projekt AUTILITY
https://www.ait.ac.at/themen/assistive-autonomous-systems/projects/autility/

https://www.ait.ac.at/fileadmin//mc/vision_automation_control/F_F_F/AIT_Factsheet_AUTILITY

Digitrans Teststrecken
https://www.digitrans.expert/

Mit Stadtparcours, Verladezonen, unterschiedlichen Bodenmarkierungen, Kreuzungen, sowie einer speziellen Beleuchtung und unterschiedlichen Fahrbahnuntergründen, werden autonome Fahrzeuge hart auf die Probe gestellt. Ein besonderes Highlight in St. Valentin ist die in Europa einmalige Outdoor-Beregnungsanlage. Mit dieser Anlage können unterschiedliche Tropfengrößen und Niederschlagsmengen dem echten Regen nachempfunden werden. Sämtliche Sensoren, Kameras, sowie Soft- und Hardware der automatisierten Fahrzeuge werden so vorab für den alltäglichen Einsatz auf Europas Straßen bei jeder Witterung erprobt.

Aus den Medien
Kurier Österreich 19/06/2021 S. 23 
https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/wo-die-autos-selbststaendigkeit-ueben/401417946 
Autor: Wolfgang Atzenhofer

 

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