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AIT Health & Environment Department im neuen EU-Projekt NAMDIATREAM

08.10.2010

Entwicklung von Diagnoseplattformen mittels Nanopartikeln

 

Im Rahmen des neuen EU-Projektes NAMDIATREAM (Nanotechnological toolkits for multi-modal disease diagnostics and treatment monitoring) werden verschiedene Arten neuartiger Nanopartikeln eingesetzt, um einen multimodalen Nachweis der häufigsten Krebsarten und -metastasen zu ermöglichen.

Die rasche und hochspezifische Erkennung von Zellen und Biomarkern, die auf ein Frühstadium der Krankheit hinweisen, sowie die Implementierung der neuen Detektionsverfahren in Geräte für klinische Anwendungen, Laboranalysen und die patientennahe Diagnostik (POC) sind wichtige Ziele dieses Projektes. Eine der vier modularen Technologieplattformen wird von dem Geschäftsfeld Nano Systems des AIT H&E Departments geleitet.

Im Zentrum der Forschungsarbeiten steht die Entwicklung einer einheitlichen Nanopartikel-basierten Diagnoseplattform zur Detektion von löslichen Biomarkern durch eine Änderung der Relaxationseigenschaften von Nanostäbchen. Diese bestehen aus einem magnetischen Kern und einer Edelmetallhülle. Während die Orientierung der Nanorods in der Lösung durch den magnetischen Kern direkt gesteuert werden kann, lässt sich über die anisotropen Plasmonenresonanzen in der Edelmetallhülle die Rotation mit einfachen optischen Mitteln in Echtzeit hochpräzise erfassen. Aufgrund des großen Streuquerschnitts der Plasmonenresonanzen in den Nanopartikeln sollten Konzentrationen im unteren femtomolaren Bereich detektierbar sein – die Sensitivität wäre damit zumindest 10.000-mal höher als bei Relaxations-Biosensoren auf Basis rein magnetischer Nanopartikel.

Partner im FP7 Projekt NAMDIATREAM

Namdiatream ist ein interdisziplinäres und Pan-Europäisches Konsortium, das aus 7 High-Tech-KMUs, 2 Industriepartnern und 13 wissenschaftlichen Einrichtungen besteht.

Alle Informationen zu Namdiatream gibt es unter: www.namdiatream.eu