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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

COVID-19 Simulator

02.10.2020
Durch den Einsatz von KI zur Optimierung von Maßnahmen um die Ausbreitung von COVID-19 am Arbeitsplatz zu verringern.
 
Sumulation eines Bürogebäudes mit Personen.
  • Realistische 3D Simulation visualisiert das Risiko von Covid-19 Ansteckungen in diversen Tätigkeitsfeldern und räumlichen Umgebungen
  • Innovativer Verhaltens- und Mobilitätssimulator kombiniert Künstliche Intelligenz mit neuen medizinischen Erkenntnissen, um transparente, datengestützte Empfehlungen für Schutzmaßnahmen abzuleiten
  • Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit Samariterbund und AIT Austrian Institute of Technology verbessert Wirksamkeit der Maßnahmen in öffentlichen Räumen
  • Stadt Wien fördert die laufende Weiterentwicklung des Covid-19 Simulators mit über 150.000 Euro

COVID-19 Simulator im Überblick

Gewöhnliche mathematische Modelle können das Verhalten des neuartigen Coronavirus nicht vorhersagen, da sie individuelle Umstände und situationsspezifisches, menschliches Verhalten nicht in ausreichendem Maße im Voraus bestimmen können. An dieser Problemstellung knüpft der agentenbasierte COVID-19 Simulator an.

Zusätzlich zu den neuesten wissenschaftlichen Studien über die Verbreitung von COVID-19 berücksichtigt der Simulator auch menschliche Verhaltensaspekte (rational und emotional). Das heißt, die agentenbasierte Modellierung und Simulation basiert nicht nur auf den erforderlichen Maßnahmen, wie z.B. Regeln zur physischen Distanzierung, sondern erlaubt es dem Agenten auch, diese Regeln zu ignorieren - und simuliert so die gelebte Realität. Dank den Ergebnissen dieser Kombination von Simulation und KI (künstlicher Intelligenz) können Entscheidungen mit größerer Objektivität und Zuverlässigkeit nachvollziehbar und transparent getroffen werden.

Einsatzmöglichkeiten

Der COVID-19 Simulator unterstützt dabei, den optimalen Maßnahmen-Mix für den ausgewählten Arbeitsraum festzulegen, um das Risiko effektiv und nachhaltig zu managen und dabei möglichst wenig in persönliche Freiräume einzugreifen. In folgenden Bereichen kann der COVID-19 Simulator beispielsweise eingesetzt werden:

  • Entwicklung von objektiven Strategien, Richtlinien und Prozessen für die Rückkehr an den Arbeitsplatz
  • Involvement der Belegschaft in "Was-wäre-wenn"-Szenarien, um Klarheit und Transparenz in Bezug auf Richtlinien und Prozesse sowie die Unterstützung der Mitarbeiter zu erreichen
  • Lieferung von Beweisen, um Regeln für die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu belegen und Akzeptanz aufzubauen
  • Identifikation von Arbeitsbereichen, die ein höheres Risiko aufweisen und die nicht voll ausgelastet werden können
  • Überprüfung des Nutzens und der Kosten einer Vielzahl von Maßnahmen im Voraus mit Hilfe der virtuellen Realität, um eine optimale Kombination auszuwählen

Laufende wissenschaftliche Optimierung mit Samariterbund und AIT

Der bereits von PwC entwickelte Simulator wird nun in Zusammenarbeit mit Expert*innen des Samariterbunds sowie wissenschaftlichen Expert*innen des AIT Center for Technology Experience im Rahmen eines Projektes angewandt. Innerhalb der nächsten sechs Monate soll so die Wirksamkeit von Maßnahmen in verschiedenen räumlichen Umgebungen laufend verbessert werden. Auch die Stadt Wien fördert das Projekt durch die Initiative „innovate4vienna“ und stellt über 150.000 Euro an finanziellen Mitteln zur Verfügung.  

Mag. Andreas Balog, Geschäftsleitung bei Samariterbund Österreich: „Ziel ist, die Gesundheit der Menschen am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum zu schützen und gleichzeitig das Wirtschafts- und Sozialleben bestmöglich aufrecht zu erhalten. Basierend auf konkreten Daten und wissenschaftlichen Studien können unterschiedliche Szenarien simuliert werden. Gegen die Ausbreitung von COVID-19 müssen wir unbedingt die Chancen der Digitalisierung nutzen. Der Simulator lässt sich auch im Kampf gegen andere Infektionskrankheiten weiterentwickeln.”  

„Aus wissenschaftlicher Sicht interessiert uns im Besonderen die Entwicklung von Akzeptanz und Compliance im Rahmen des Projekts. Die Simulationsergebnisse können als transparente Information über getroffene Maßnahmen und deren simulierte Wirksamkeit verwendet werden und somit die Akzeptanz gegenüber den vorgenommenen Schritten erhöhen“, so Dr. Sebastian Egger-Lampl vom AIT Center for Technology Experience

 

Über PwC

Vertrauen in der Gesellschaft aufbauen und wichtige Probleme lösen – das sehen wir bei PwC als unsere Aufgabe. Wir sind ein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen in 157 Ländern. Mehr als 276.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen weltweit qualitativ hochwertige Leistungen im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung und Unternehmensberatung. Sagen Sie uns, was für Sie von Wert ist.  

„PwC“ bezeichnet das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere seiner Mitgliedsfirmen. Jedes Mitglied dieses Netzwerks ist ein selbstständiges Rechtssubjekt. Weitere Informationen finden Sie unter www.pwc.com/structure.    

Über Samariterbund

Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs seine soziale Mission: Die haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte und in Not geratene Personen wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund von mehr als 316.000 Mitgliedern und Förderern in ganz Österreich unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind fast 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie rund 2.000 Zivildiener im Einsatz.​ Weitere Informationen finden Sie unter www.samariterbund.net

AIT-Kontakt:Sebastian Egger-Lampl

Medien berichten:

Der Standard

Wiener Zeitung