Direkt zum Inhalt
Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

SEAMLESS – Innovative Konzepte für Unternehmens- mobilität

04.09.2017
Leuchtturmprojekt zur Entwicklung eines innovativen, nahtlosen und auf E-Mobilität basierenden Flottenkonzepts für Österreichs Unternehmen
 

Die aktuellen Diskussionen zum Verbrennungsmotor, das 2015 in Paris ausgehandelte Klimaabkommen zur Reduzierung der Treibhausgase sowie die steuerlichen Erleichterungen für Elektroautos, die seit 2016 in Kraft sind, verleihen der zukunftsweisenden E-Mobilität zunehmend Rückenwind. Im betrieblichen Umfeld erhalten Elektrofahrzeuge einen immer höheren Stellenwert.

Matthias Prandtstetter

Matthias Prandtstetter

SEAMLESS setzt hier an: Das AIT Austrian Institute of Technology erarbeitet gemeinsam mit Projektpartnern aus zahlreichen österreichischen Unternehmen intelligente und praxisnahe E-Flottenkonzepte und setzt diese in Testbetrieben um. Im Rahmen der Flotten- und Tourenplanung werden neben firmeneignen Fahrzeugen auch externe Anbieter miteinbezogen – so erweitern öffentliche Verkehrsmittel sowie Fahrrad- oder Carsharing den eigenen Fuhrpark im Sinne einer innovativen Gesamtlösung für Unternehmensmobilität.

 

Unter Berücksichtigung des jeweiligen bestehenden Flottenmanagements wird dabei großer Wert auf die Einbindung der FahrzeugnutzerInnen und der Führungsebenen gelegt, die die Schlüsselrollen für den erfolgreichen Einzug des grünen Fuhrparks spielen:  „SEAMLESS soll den Weg vom Statussymbol Dienstwagen hin zur Serviceleistung Mobilität durch den Arbeitgeber ebnen. Dazu bedarf es eines ganzheitlichen Umdenkens bzw. Paradigmenwechsels sowohl bei den NutzerInnen der Dienstwagen als auch bei den Arbeitgebern”, so Projektleiter Matthias Prandtstetter, Senior Scientist am AIT Center for Mobility Systems.

Technische Umsetzung und Testbetrieb der Betriebsflotte von morgen

Im Rahmen des Projekts wird eine Carsharing-Technologie entwickelt, die eine intelligente und bequeme Nutzung von Elektroautos im Flottenbetrieb bzw. in Carsharing- und Carpoolingmodellen forcieren soll. Nicht nur der CO2-Ausstoß soll verringert werden, auch wirtschaftlich soll sich die grüne Flotte, v.a. in Verbindung mit alternativen Verkehrsmodi, rechnen.

Entwickelt wird ein einfach zu verwendendes Buchungs- und Verrechnungssystem, das mit einer integrierten Routen-, Touren- und Ladeplanung die Fahrzeugzuteilung sowie die -aufladung optimiert. Intelligent gesteuerte Pufferbatterien maximieren die Nutzung erneuerbarer Energien und reduzieren die Kosten für Leitungsinfrastruktur und die elektrischen Anschlüsse.

Die Lösungen werden anschließend bei einigen Firmenflotten (POST AG, iC consulenten, T-Systems/T-Mobile Austria, SMZ Süd Kaiser Franz Josef Spital des Wiener KAV und SPECTRA TODAY) mit insgesamt knapp 100 Fahrzeugen (davon mindestens 55 Elektroautos) getestet. Ziel ist die Akzeptanz von NutzerInnen, eine 40-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie ein ökonomisch rentabler Betrieb.

SEAMLESS steht für Sustainable, Efficient Austrian Mobility with Low-Emission Shared Systems. Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen der 7. Ausschreibung des Programms „Technologische Leuchttürme der Elektromobilität“ durchgeführt.

 

Projektteam

AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich

ENIO GmbH

ETA Umweltmanagement

Fronius International GmbH

Greenride GmbH

HERRY Consult GmbH

iC consulenten Ziviltechniker GesmbH

im-plan-tat Raumplanungs-GmbH & Co KG

Kalomiris Consulting e.U.

Österreichische Post AG

SPECTRA Today GmbH

tbw research GesmbH

T-Systems Austria GesmbH

 

Website

http://www.seamless-project.at/