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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

TREkKiE

Technische Sicherung von Eisenbahn-Kreuzungen

Motivation und Ausgangslage: Die aktuell gültige Eisenbahnkreuzungsverordnung (EisbKrV 2012) lässt eine Sicherung einer Eisenbahnkreuzungsanlage durch die Abgabe eines akustischen Signales bis zu einer Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges von 20-25 km/h zu. Probleme bei akustischen Signalen liegen darin, dass heutige Autos schallgedämmter sind und somit akustische Signale nur von einer Distanz von ca. 120m vom Lenker gehört werden können. Unabhängig davon kommt es öfters zu Beschwerden von Anrainern, die sich durch die Abgabe akustischer Signale belästigt fühlen.

Problemstellung, Ziele des Projekts: In Österreich gibt es 1.317 Eisenbahnkreuzungsanlagen, die mit der Verpflichtung zur Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug gesichert sind (laut Bundesanstalt für Verkehr 2017). Im Jahr 2016 ereigneten sich 39 Unfälle an diesen Eisenbahnkreuzungen.
Die Finanzierung von technischen Sicherungsanlagen ist generell sehr schwierig und daher werden schwach befahrene Eisenbahnkreuzungen häufig mit einer nicht technischen Sicherung ausgestattet oder sogar aufgelassen. Eine Verbindung von Ansätzen einer technischen Sicherung aber den niedrigen Kosten bildet eine „vereinfachte“ Sicherungsanlage.  

In diesem Projekt wird der Ansatz verfolgt, eine technische Sicherung mit geringen Errichtungs- und Wartungskosten zu entwickeln und auf deren Verkehrssicherheit zu evaluieren.  Eine Verbindung von Ansätzen einer technischen Sicherung aber von niedrigeren Kosten bildet die Basis für eine „vereinfachte“ EK- Sicherungsanlage. Im Rahmen dessen sollen unterschiedliche Varianten der optischen Einrichtung nach verkehrssicherheitstechnischen und rechtlichen Aspekten mittels Recherche, Befragungen und objektiven Messungen geprüft werden.
Im Rahmen des Projektes soll evaluiert werden welche dieser oder bei der Recherche gefundener neuer Varianten die beste hinsichtlich Verständnis und Sicherheit für die Nutzer der EK wäre.

Ergebisse: Im Rahmen dieses Projektes soll mittels einer Teststellung und einer vorab Befragung evaluiert werden, welche dieser, oder im Projektverlauf neu gefundener anderer, Varianten die am besten verständliche, rechtlich einwandfreie und sicherste für die StraßenverkehrsteilnehmerInnen ist.
Potentielle Kunden wären die Betreiber von Regional- und Nebenbahnen, da diese eine Vielzahl an akustisch gesicherten Eisenbahnkreuzungen auf ihren Strecken haben und an einer Lösung hinsichtlich der hohen finanziellen Belastung einer technisch gesicherten EK versus eine Auflösung der EK, interessiert sind.

Gefördert durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung / NÖ VSF - Verkehrssicherheitsfonds.