IEA HPT Annex 59
Trocknungsprozesse sind in Industrie, Gewerbe und Haushalt weit verbreitet und verursachen mit einem Anteil von 10-25% einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs der Industrie. Das Grundprinzip der Trocknung ist seit Jahrtausenden unverändert: meist erfolgt sie konvektiv durch erwärmte Luft, die Feuchtigkeit aufnimmt und als energiereiche Abluft abgeführt wird. Konventionelle Anlagen nutzen überwiegend fossile Energieträger und geben die enthaltene Wärme größtenteils ungenutzt an die Umgebung ab. Moderne Systeme setzen hingegen auf geschlossene Kreisläufe und Wärmerückgewinnung. Dabei spielt die Wärmepumpentechnologie eine Schlüsselrolle: Sie erlaubt die Rückführung der bei der Verdampfung gebundenen Energie in den Trocknungsprozess. So wird die Abluft gleichzeitig entfeuchtet und wieder erwärmt – mit deutlich höherer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Projektziele
Dieses Projekt untersucht das Potenzial von Wärmepumpen zur Energieeinsparung in unterschiedlichen Trocknungsprozessen. Ziel ist es, zentrale Zielgruppen – speziell Industrie- und Gewerbebetriebe, Technologiehersteller, Planer und Errichter von Wärmepumpenanlagen sowie Energieberater – mit praxisnahen Informationen zu Trocknungsprozessen und -technologien, zur optimalen Prozessgestaltung, sowie optimierten Auslegung, Integration und Betrieb von Wärmepumpen zu unterstützen. Die Empfehlungen basieren vorrangig auf Erfahrungen mit Demonstrationsprojekten. Die Ergebnisse werden in Factsheets übersichtlich aufbereitet und bereitgestellt. Dadurch soll das Bewusstsein für den Einsatz von Wärmepumpen gestärkt, bestehende Hemmnisse bei der Verbreitung überwunden und die Sichtbarkeit nationaler Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in diesem Bereich erhöht werden.
Rolle des AIT
AIT ist Projektleiter des nationalen Vorhabens und als solcher für die nationalen Projektaktivitäten verantwortlich. Zudem ist die nationale Projektleiterin Verena Sulzgruber auch der Operating Agent des internationalen IEA HPT Annex 59 Projekts.
Förderung
Dieses Projekt wird im Rahmen der IEA-Forschungskooperation im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur durchgeführt.