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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

ÖFEIM: Gesamtmodell von Österreichs Energiesystem wird aufgebaut

21.10.2026
Neues Energie-Modellierungsforum schafft gemeinsame Entscheidungsgrundlagen für die Energiewende

Mit dem Projekt „Österreichisches Forum für Energie- und Infrastrukturmodellierung (ÖFEIM)“ setzt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) sowie dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) einen wichtigen Impuls für die evidenzbasierte Gestaltung der Energiewende in Österreich. Das Konsortium aus AIT Austrian Institute of Technology, Montanuniversität Leoben und Österreichischer Energieagentur wurde mit dem Aufbau und Betrieb des Forums beauftragt.

Ziel des ÖFEIM ist die Entwicklung eines integrierten Energiesystemmodells für Österreich sowie die Etablierung einer nationalen Plattform für Energie- und Infrastrukturmodellierung. Damit entsteht erstmals ein gemeinsamer wissenschaftlicher Referenzrahmen, der unterschiedliche Zukunftsszenarien transparent analysiert und den strategischen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung unterstützt.

Fundierte Orientierung für Entscheidungen mit langfristiger Wirkung

Die Transformation des Energiesystems zählt zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Entscheidungen über Infrastruktur, Energieversorgung und Investitionen müssen heute getroffen werden, ihre Auswirkungen reichen jedoch oft weit in die Zukunft. ÖFEIM schafft dafür eine belastbare und nachvollziehbare Wissensbasis. Ziel ist es, unterschiedliche Entwicklungspfade systematisch zu analysieren und damit Orientierung für eine sichere, saubere, resiliente und wettbewerbsfähige Energiezukunft bereitzustellen.

Grundlage dafür sind wissenschaftlich fundierte Energieszenarien, die unterschiedliche Entwicklungen von Energiebedarf, Technologien, Energieträgern und Infrastrukturbedarfen abbilden. Sie zeigen auf, welche Auswirkungen verschiedene politische, technologische oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die Entwicklung des österreichischen Energiesystems und dessen Resilienz und Kosteneffizienz sowie die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs haben können.

Friederich Kupzog, Head of Center for Energy, AIT Austrian Institute of Technology: „Die Transformation des Energiesystems ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und erfordert belastbare Analysen über einzelne Sektoren hinaus. Mit ÖFEIM schaffen wir die Grundlage, um komplexe Zusammenhänge im Energiesystem transparent abzubilden und Entscheidungsprozesse mit wissenschaftlicher Evidenz zu unterstützen. Unser Ziel ist es, einen gemeinsamen Referenzrahmen für die Diskussion über die Energiezukunft Österreichs bereitzustellen.“

Thomas Kienberger, Leiter des Lehrstuhls für Energieverbundtechnik, Montanuniversität Leoben: „Eine erfolgreiche Energiewende erfordert das Zusammenspiel von Technologien, Infrastrukturen und Verbrauchssektoren. Mit ÖFEIM können wir diese Wechselwirkungen erstmals in einer integrierten Gesamtsicht analysieren und damit fundierte Grundlagen für langfristige Infrastruktur- und Transformationsentscheidungen schaffen. Gerade die sektorübergreifende Betrachtung macht sichtbar, wo Chancen, Synergien und Herausforderungen für die Energiezukunft Österreichs liegen.“

Franz Angerer, Geschäftsführer, Österreichische Energieagentur: „ÖFEIM ist mehr als ein Modellierungsprojekt. Das Forum schafft einen Raum für den strukturierten Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und weiteren relevanten Akteuren. Auf Basis transparenter Daten, gemeinsamer Szenarien und nachvollziehbarer Analysen entsteht eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen und ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen und Chancen der Energiewende.“

Gemeinsame Evidenzbasis für ein komplexes Energiesystem

Die Transformation des österreichischen Energiesystems ist geprägt von vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Energieerzeugung, Energieverbrauch, Infrastruktur, Industrie, Gebäuden, Mobilität und neuen Technologien. Diese Zusammenhänge erfordern eine integrierte Betrachtung über einzelne Energieträger und Sektoren hinaus.

ÖFEIM adressiert genau diese Herausforderung. Das Forum verbindet Modellierungskompetenz, Datenexpertise und Stakeholderdialog zu einer gemeinsamen Plattform, auf der unterschiedliche Transformationspfade wissenschaftlich analysiert, diskutiert und weiterentwickelt werden können. Dadurch entstehen transparente und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen für die langfristige Entwicklung des österreichischen Energiesystems.

Die Arbeit des Forums umfasst vier zentrale Bereiche:

  • Szenarienentwicklung und Modellierung: Entwicklung eines integrierten Energiesystemmodells sowie Analyse verschiedener Transformationspfade und Systementwicklungen.
  • Stakeholderdialog und Beteiligung: Einbindung von Wissenschaft, Energiewirtschaft, Infrastrukturbetreibern, Industrie, öffentlicher Verwaltung und weiteren relevanten Akteuren zur Förderung eines gemeinsamen Verständnisses von Szenarien und Modellierungsansätzen.
  • Datenmanagement und Transparenz: Aufbau einer qualitätsgesicherten und nachvollziehbaren Datenbasis sowie transparente Bereitstellung relevanter Modelle und Modellierungsdaten.
  • Wissensaufbereitung und Entscheidungsunterstützung: Aufbereitung komplexer Modellierungsergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere Verwaltung und Politik, unter anderem über Dashboards, Szenarienvergleiche und weitere zielgruppengerechte Formate.

Plattform für Austausch, Analyse und strategische Orientierung

Das Österreichische Forum für Energie- und Infrastrukturmodellierung (ÖFEIM) soll sich zu einer dauerhaften Plattform für wissenschaftlichen Austausch, gemeinsame Szenarienentwicklung und strategische Entscheidungsunterstützung entwickeln.

Damit sollen unterschiedliche Zukunftsentwicklungen transparent und Unsicherheiten sowie Wechselwirkungen sichtbar gemacht werden, um so eine belastbare Grundlage für Entscheidungen zu schaffen.

Auf diese Weise unterstützt das Forum Politik und Verwaltung dabei, die langfristige Transformation des österreichischen Energiesystems evidenzbasiert zu gestalten und Investitions-, Infrastruktur- und Technologieentscheidungen auf einer gemeinsamen Wissensbasis zu treffen.

Weiterführenden Informationen

Das ÖFEIM-Team steht für Rückfragen zu seinen Aktivitäten gerne zur Verfügung.

Genereller Kontakt: oefeim-stakeholder(at)energyagency.at

Mag. Michael Hlava
Head of AIT Communication
T +43 (0)50550-4014 I michael.hlava(at)ait.ac.at

Daniel Pepl, MAS MBA
AIT Communication / AI Factory Austria AI:AT
T +43 (0)50550-4040 I daniel.pepl(at)ait.ac.at

Mag. Florian Hainz BA
AIT Communication - Press & PR
T +43 (0)50550-4518 I florian.hainz(at)ait.ac.at