Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Möglichkeiten für den Krisen- und Katastrophenschutz. Ob bei der Analyse komplexer Einsatzlagen, der Priorisierung von Notrufen oder der Unterstützung von Einsatzkräften – intelligente Technologien können dazu beitragen, Informationen schneller zu verarbeiten und Entscheidungen gezielter vorzubereiten. Gleichzeitig stellen sich gerade in sicherheitskritischen Situationen wichtige Fragen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Datenschutz und Verantwortung.
In einer aktuellen Folge des Podcasts „Wissenschaft im Einsatz“ des Disaster Competence Network Austria (DCNA) diskutieren Alexander Schindler, Leiter der AI Taskforce am AIT Austrian Institute of Technology, Bernhard Bürger, Experte im Center for Digital Safety & Security und Österreichisches Rotes Kreuz Niederösterreich, sowie Wolfgang Eßl, stellvertretender Branddirektor der Berufsfeuerwehr Linz, über Potenziale und Grenzen des KI-Einsatzes im Katastrophenschutz.
KI als Unterstützung in kritischen Situationen
Ein Schwerpunkt der Diskussion liegt auf der Frage, wie KI Einsatzorganisationen bei der Bewältigung komplexer und zeitkritischer Situationen unterstützen kann. Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist die Priorisierung zahlreicher gleichzeitig eingehender Notrufe. KI-basierte Systeme könnten dabei helfen, relevante Informationen rasch auszuwerten und besonders dringliche Fälle frühzeitig zu erkennen.
Die Experten beleuchten außerdem Erkenntnisse aus bisherigen Forschungsprojekten und diskutieren, welche technologischen Möglichkeiten bereits bestehen und wo weiterhin Herausforderungen liegen. Dabei spielen insbesondere die Qualität und Verfügbarkeit von Daten sowie der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Informationen eine zentrale Rolle.
Der Mensch behält die Entscheidungsverantwortung
Gerade im Katastrophenschutz, wo Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Menschenleben haben können, sind Vertrauen, Transparenz und Verlässlichkeit entscheidend. KI soll Einsatzkräfte und Entscheidungsträger unterstützen, jedoch nicht deren Verantwortung übernehmen.
Die Podcast-Diskussion verdeutlicht damit auch die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Einsatzorganisationen. Durch den engen Austausch können innovative Technologien praxisnah entwickelt, erprobt und auf die tatsächlichen Anforderungen im Krisenmanagement abgestimmt werden.
Mit ihrer Expertise zeigen die AIT-Experten auf, wie Künstliche Intelligenz einen Beitrag zu einem effizienteren, sichereren und zukunftsfähigen Katastrophenschutz leisten kann.
Jetzt reinhören: Die Podcast-Folge ist auf der Website des Disaster Competence Network Austria (DCNA) sowie über Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und YouTube verfügbar.