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Connected Cars – Sicheres Fahren im digitalen Zeitalter

Okt 20

14. Sicherheitskonferenz an der Donau-Universität Krems zur ethischen Herausforderung selbstfahrender Autos

  • Ort: Donau-Universität Krems – Audimax, Dr. Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems
  • Zeit: Donnerstag 20.10.2016, 09:00 – 16:30 Uhr

Die Vision vom autonomen Fahren rückt immer näher und verspricht neben großen wirtschaftlichen Erfolgen auch eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Doch die Entwicklung und Umsetzung von selbstfahrenden Fahrzeugen werfen neben den gesellschaftlichen Auswirkungen und wachsenden Sicherheitsrisiken im Sinne von „Safety“ und „Security“ auch eine ganze Reihe von schwierigen ethischen Fragen auf. Zu diesen und anderen Themen diskutieren ExpertInnen anlässlich der 14. Sicherheitskonferenz am 20. Oktober an der Donau-Universität Krems. Die Eröffnung der Konferenz nimmt der Bundesminister für Inneres, Mag. Wolfgang Sobotka vor.

Die 14. Sicherheitskonferenz Krems wird vom Zentrum für Infrastrukturelle Sicherheit unter der Leitung von Dr. Walter Seböck, MSc, MBA, ausgerichtet. Die Veranstaltung wird vom Kuratorium Sicheres Österreich, AIT Austrian Institute of Technology, Siemens, KEMAS, der Vereinigung Kriminaldienst Österreich (VKÖ) und Securitas unterstützt.
Anmeldung unter www.donau-uni.ac.at/sicherheitskonferenz

Über die Konferenz
Eine Studie der Boston Consulting Group über autonomes Fahren prognostiziert für Autopilot-Funktionen ein Marktpotenzial von insgesamt 42 Milliarden US-Dollar bis 2025. Zudem wird durch autonom agierende Autos ein Rückgang der Verkehrsunfälle um bis zu 90 Prozent erwartet, jedoch unter der Voraussetzung, dass die selbstfahrenden Fahrzeuge die Mehrheit unter den Straßenfahrzeugen darstellen.

Hierbei gilt es jedoch die nahezu unüberschaubaren Varianten menschlichen Fehlverhaltens vorherzusehen und in das Sicherheitskonzept insgesamt zu integrieren, denn der Algorithmus im Auto muss im Zweifelsfall entscheiden, auf welche Weise ein Unfall vermieden werden soll. Hierzu stellt sich die Frage, nach welchen moralischen Grundsätzen autonome Fahrzeuge programmiert werden. Philipp Schaumann, Spezialist für IT- und Informationssicherheit, wird bei der 14. Sicherheitskonferenz an der Donau-Universität Krems in der Keynote zum Thema „Ethik von autonomen Systemen“ grundlegende ethische Prinzipien und ihre Anwendung auf autonome Geräte näher betrachten.

Sicherheitsmanagement, virtuelle Eingangstüren und die Sicht der Polizei
Zum Thema Datenschutz und Datensicherheit wird Rolf von Rössing in seinem Vortrag „Sicherheitsmanagement  aus Sicht der Hersteller“ referieren und, wobei diese nicht nur für Automobilhersteller sondern auch für die Nutzer eine wichtige Rolle spielen.
Mag. Martin Hoffer, ÖAMTC, zeigt das Spannungsfeld zwischen fahrzeugseitig generierten Daten auf, die oft zur Hebung der Verkehrssicherheit im Sinne von „Safety“ dienen sollen, gleichzeitig aber die virtuelle Eingangstüre in ein Fahrzeug darstellen und so einen Risikofaktor für die „Security“ bilden können. Der Jurist präsentiert eine Synthese dieser beiden Interessen, wobei auch Fragen der Vermeidung von Cyber-Kriminalität wie etwa das Hacken des Fahrzeuges angesprochen werden.

Aus kriminalpolizeilicher Sicht ergibt sich im Dienste der Strafjustiz die Notwendigkeit der einwandfreien und nachvollziehbaren Beweisaufnahme und Beweissicherung unter Berücksichtigung anerkannter forensischer Richtlinien. „Durch die fortschreitende Entwicklung von Kommunikationsschnittstellen, Datenspeicher und IT-Systemen in modernen Kraftfahrzeugen wird die Polizei vor neue Herausforderungen und Aufgaben gestellt“, erläutert Horst Reisner vom Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamts.

Live-Demo mit autonomen Traktor
DI Christian Zinner vom AIT Austrian Institute of Technology wird in seinen Ausführungen aktuelle Forschungsaktivitäten auf dem Weg zur Realisierung sicherer autonomer Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen aufzeigen und diese in einer anschaulichen Live Demo mit einem Traktor, der dem AIT als Forschungsplattform für autonome Fahrzeuge dient, vorstellen.

Das AIT hat sich auf die Entwicklung von neuartigen Sicherheitstechnologien zum Schutz vernetzter Computersysteme in kritischen Infrastrukturen spezialisiert, die auf künstlicher Intelligenz beruhen. Spezielle selbstlernende Systeme auf Basis modernster „machine learning“ Mechanismen sowie neuartige Testmethoden für sicherheitskritische Software, wie z.B. bei Fahrerassistenzsystemen oder zukünftigen autonomen Fahrzeugen, sind eine wichtige Grundlage, um die immer komplexer werdenden IT-Systeme sicher zu gestalten zu beherrschen.

Ein weiterer VeranstaltungshinweisDas AIT ist unter anderem auch Partner der Initiative DigitalCity.Wien, die im Zeitraum der Sicherheitskonferenz in Krems unter dem Titel DigitalDays 2016 von 19.-21. Oktober im Rahmen einer Eventserie die digitale Kompetenz in der Smart City Wien und damit Themen wie dieses sichtbar machen wird. Weitere Informationen dazu finden Sie unter digitalcity.wien/digital-days-2016/.