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RoWi

Rollwiderstandsoptimierung am A+S-Netz

Im Projekt RoWi wurde der Rollwiderstand von Fahrbahndecken untersucht, mit dem Ziel einen Beitrag zur Dekarbonisierung durch Optimierung der Deckengestaltung zu leisten.

Während es in der EU für Reifen seit 2012 eine Klassifizierung der Rollwiderstands-Eigenschaften gibt, ist für Fahrbahnoberflächen oder spezifische Bauweisen keine vergleichbare Systematik bekannt. Für die Messung des Rollwiderstandes von Fahrbahnen sind verschiedene Verfahren beschrieben, aber nur zwei Messgeräte sind in Europa verfügbar, jedoch nur in Forschungsprojekten.

Detail der Messeinrichtung zur Erfassung des Rollwiderstandes

Detail der Messeinrichtung zur Erfassung des Rollwiderstandes

Im Projekt RoWi wurden folgende Ziele verfolgt: Analyse der Literatur zur Messung des Rollwiderstandes von Fahrbahnen, zum Zusammenhang Rollwiderstand und Spritverbrauch bzw. CO2-Ausstoß sowie zu Initiativen zur Optimierung des Rollwiderstandes von Fahrbahnen. In diesem Zusammenhang wurden die vorhandenen Fahrbahndecken am ASFINAG-Netz analysiert, um die Deckenarten zu identifizieren, bei denen die die Optimierung der Deckengestaltung den größten Hebel zur CO2-Reduktion aufgrund verringerten Rollwiderstandes bieten. Weiters wurde eine Methode zur Messung des Rollwiderstandes mittels direkter Kraftmessung in der Achse des rollenden Rades entwickelt. Auf verschiedenen Deckschichtarten wurden Rollwiderstandsmessungen durchgeführt und die beeinflussenden Eigenschaften Textur und Längsebenheit sowie Temperaturen erhoben. Bei den Messungen zeigte sich, dass der größte Einflussfaktor die Reifentemperatur ist (die auf den Reifeninnendruck wirkt), der den Einfluss der Fahrbahn weit überwiegt.

Als Empfehlung für den Straßenerhalter ergibt sich, die Makrotextur der Deckschichten zu begrenzen sowie die Längsebenheit zu optimieren.

Abhängigkeit des Rollwiderstandes von Temperatur und Reifendruck

Abhängigkeit des Rollwiderstandes von Temperatur und Reifendruck

Facts zum Projekt:

Laufzeit: 09/2018-01/2020

Forschungskonsortium: AIT Austrian Institute of Technology GmbH / Technische Universität Graz, Institut für Fahrzeugtechnik

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