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NEXT-FOIL

Photovoltaiktechnologien der nächsten Generation, basierend auf organischen, anorganischen oder hybriden Absorbern (wie z.B.: Perowskite), können als dünne, leichte und flexible Module hergestellt werden. Dies macht sie attraktiv für die Integration in Gebäudefassaden und Konsumgütern. Diese Technologien beruhen auf Substraten, die mit einer transparenten Elektrode beschichtet sind. Trotz seiner hohen Kosten, seiner geringen mechanischen Stabilität und seiner begrenzten Anwendbarkeit als Kathode für flexible Module wird ITO-beschichtetes (ITO: Indium-Zinn-Oxid) PET bei weitem am häufigsten verwendet.

NEXT-FOIL entwickelt eine Alternative zu ITO-beschichtetem PET, basierend auf Dielektrikum-/Metall-/Dielektrikum- (DMD) Mehrschichtsystemen, welche mit industrietauglichen Abscheideraten gesputtert werden. Als Dielektrika werden Einzel- und Mischoxide mit stark unterschiedlichen elektronischen Eigenschaften verwendet, um spezifische energetische Eigenschaften der Bauelemente zu erreichen. Bei den Metallen bieten Cu und Ag ein optimales Verhältnis zwischen Leistung und Kosten. DMDs bieten: Niedrigere Kosten als ITO; einen Schichtwiderstand <10Ω/sq ohne die Notwendigkeit einer erhöhten Temperatur während der Abscheidung oder Nachbearbeitung; Stabilität des Widerstandes gegenüber Verbiegung; Anpassungsmöglichkeit zur Verwendung als Kathode oder Anode. Der Wettbewerbsvorteil der DMD-basierten Folien wird mit der Herstellung effizienter Hybrid-Perowskit-Module demonstriert.

Ein komplementäres Konsortium wurde zusammengestellt, um das Projekt zu realisieren. AIT wird Design, Simulation und experimentelle Umsetzung der DMDs übernehmen, PLANSEE wird die Sputtertargets der neuen Verbindungen entwickeln und SOLARONIX wird die entwickelten Elektroden in effiziente Perowskitzellen und -module implementieren. Ausgewählte Elektroden werden in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess abgeschieden.

Projektleiter: Dr. Theodoros Dimopoulos