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Belebte Straße in de Stadt mit Cafés, Autos, Fahrräder und Menschen, bei untergehender Sonne.

Smart City Rheintal

Agentenbasiertes MATSim-Verkehrsmodell von Vorarlberg

SmartCityRheintal zielt darauf ab, durch technologische und soziale Innovationen vier Null-Emissionsbezirke zu realisieren, die über ein Smart Grid mit einem integrierten Mobility on Demand System vernetzt sind. Das Konsortium besteht aus regionalen Energieversorgern, Immobilienentwicklern, lokalen Gemeinden, CIT-Experten und Forschungsorganisationen. Die landesweite Vision einer kohlenstoffneutralen Energieautonomie bis 2050, einschließlich eines Fahrplans und Aktionsplans für 2020, ist die Grundlage für dieses Vorhaben. Das Projekt SmartCityRheintal war ein vom Klima- und Energiefonds Österreich finanziertes Forschungsprojekt.

AIT-Wissenschaftler haben im Rahmen des Projekts SmartCityRheintal ein neues MATSim-Modell für Vorarlberg, das westlichste Bundesland Österreichs mit einer Größe von 2.600 km² und rund 380.000 Einwohnern im Jahr 2015, entwickelt. Das Modellgebiet umfasst das gesamte Bundesland Vorarlberg und berücksichtigt die Fahrten aller Einwohner. Güterverkehr und Urlaubsverkehr sind im aktuellen Modell ausgeschlossen.

Die Netzgrafik wurde aus OpenStreetMap abgeleitet und mit speziellen Methoden erweitert, um sie (1) routingfähig zu machen und (2) jede Verbindung mit ihren spezifischen Parametern wie Kapazität und freie Geschwindigkeit bereitzustellen. Die Bevölkerung wurde auf der Grundlage der Verkehrserhebung "Mobilität in Vorarlberg 2013", des Flächennutzungsplans und der POI-Datenbank Vorarlbergs sowie soziodemographischer Daten generiert. Um die Pläne der Agenten mit einem Verkehrsmittel zu versorgen, wurde ein externes Verkehrsmittelwahlmodell mit einem Maximum-Likelihood-Ansatz entwickelt. Die MATSim-Simulation der bestehenden Situation wurde zweimal durchgeführt, zuerst mit 10% und schließlich mit 100% der Bevölkerung. Auf der Grundlage dieses Modells wurden drei Szenarien mit einer 10%igen Stichprobe simuliert: (1) Verbesserungen im Fahrplan des öffentlichen Verkehrs, (2) Verkehrsauswirkungen von Stadtentwicklungsprojekten und (3) Lage und Verteilung von Ladestationen für E-Mobilität.

Das obige Simulationsvideo umfasst 100% der Bevölkerung Vorarlbergs und zeigt den motorisierten Individualverkehr des Basismodells - ohne Ferienverkehr und ohne Pendler aus anderen Regionen nach Vorarlberg. Jeder farbige Punkt repräsentiert ein einzelnes, simuliertes Fahrzeug, wobei die Farbe Grün für hohe Geschwindigkeit / freie Geschwindigkeit und Rot für niedrige Geschwindigkeit steht.