Neue und innovative Co-Elektrolyse
Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Zur Begrenzung der Erderwärmung müssen die Emissionen stark reduziert und fossile Energien durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden. Die Co-Elektrolyse wird als Schlüsseltechnologie zur Energiespeicherung und -nutzung angesehen, da sie überschüssige erneuerbare Energie effizient in Wasserstoff speichern und durch Umsetzung von Kohlendioxid Synthesegas produzieren kann, das als wichtiges Zwischenprodukt bei der chemischen Synthese, der Kraftstoffherstellung, der Stromerzeugung und bei Umweltanwendungen dient. Derzeit gibt es jedoch große Herausforderungen für die Integration der Co-Elektrolyse in unserem Energiesystem durch hohe Kosten und geringe Lebensdauer.
Das Projekt COOL zielt darauf ab, diese Technologie durch eine neue Elektrodenherstellung effizienter, kostengünstiger und langlebiger zu machen. Dies fördert die Nutzung von Co-Elektrolyse in Verbindung mit erneuerbaren Energien und zur Herstellung von Synthesegas. Zusätzlich wird der Anteil an kritischen Rohstoffen reduziert. Dies ermöglich geringere Kosten und erhöht die Nachhaltigkeit. Außerdem schafft der Aufbau eines virtuellen Elektrolysesystems die Gelegenheit, unterschiedliche Anwendungsszenarien zu simulieren und Betriebsstrategien zu optimieren.
Das Projekt bringt Synergieeffekte zwischen den wissenschaftlichen Partnern (AIT, IWT, ITnA, HyCentA) und ermöglicht den Kenntnisauf- und ausbau im Bereich Materialentwicklung, Degradationsmechanismen und Gegenmaßnahmen, Systementwicklung und Betriebsoptimierung. Für Unternehmen wie Treibacher Industrie AG und RHP-Technology bietet das Projekt die Möglichkeit, neue Materialien und Herstellungsprozesse mit geringerem Risiko zu entwickeln, was den Markteintritt erleichtert. Zudem werden neue Arbeitsplätze und akademische Abschlüsse geschaffen.
Förderung
Das Projekt wird im Rahmen der FTI-Initiative Energieforschung 2024 (EW 24/26) durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und den Klima- und Energiefonds über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert.
