Mineralische Bindung und Verwertung industrieller CO₂-Emissionen mittels innovativer CCU-Technologien
Das Projekt CCUpScale widmet sich der Frage, wie unvermeidbare industrielle CO₂-Emissionen abgeschieden und in marktfähige Materialien umgewandelt werden können. Gemeinsam entwickeln RHI Magnesita, MCi Carbon, das AIT Austrian Institute of Technology und die University of Technology Sydney ein skalierbares Verfahren zur mineralischen Karbonatisierung. Die Technologie soll ab 2028 in Tirol in einer industriellen Pilotanlage demonstriert werden, die jährlich 50.000 Tonnen CO₂ bindet und daraus CO₂-negative mineralische Produkte erzeugt.
Industrieprozesse wie die Herstellung von Zement oder Feuerfestprodukten verursachen große Mengen an unvermeidbaren CO₂‑Emissionen. Da diese Prozesse nicht vollständig auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden können, gewinnt die Abscheidung und Nutzung von CO₂ (CCU) zunehmend an Bedeutung. CCUpScale adressiert diese Herausforderung durch die Entwicklung und Demonstration einer mineralischen Karbonatisierungstechnologie, die CO₂ dauerhaft bindet und in wertschöpfende Materialien umwandelt.
Projektziele
- Demonstration eines CO₂‑Abscheidungs- und Verwertungsverfahrens mittels mineralischer Karbonatisierung
- Aufbau einer CCU-Pilotanlage in Tirol mit einer Kapazität von 50.000 Tonnen CO₂ pro Jahr
- Entwicklung von CO₂‑negativen Produkten wie Silikat oder Magnesit für Bau- und Industriesektoren
- Skalierbarkeit der Technologie zur industriellen Dekarbonisierung bewerten
- Beitrag zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Rohstoffkreisläufen
Rolle des AIT
Das AIT unterstützt die technologische Weiterentwicklung der CCU-Prozesse, bringt Expertise in Materialanalytik, Prozessbewertung und Skalierungsfragen ein und begleitet die Integration der Technologie in industrielle Anwendungsszenarien sowie die Bewertung von Kreislaufwirtschafts- und Dekarbonisierungspotenzialen.
Förderung
Dieses Projekt wird im Rahmen des “Australia-Austria Joint Call 2024: Industrial Decarbonisation” durch den Klima- und Energiefond im Namen des BMK sowie dem australischen Department of Climate Change, Energy, the Environment and Water (DCCEEW) gefördert.
