Direkt zum Inhalt
Bild einer weißen hohen Brücke, von unten aufenommen rundherum sind grüne Hügel und blauer Himmel

Verkehrs­schwingungen von Straßen­brücken

Straßenbrücke

Bauarbeiten an bestehenden Brücken müssen oft bei aufrechterhaltenem Verkehr stattfinden. Vor allem erhärtende Bauteile wie Beton werden bei Brückenverbreiterungen oder beim Schließen von Arbeitsfugen verkehrsinduzierten Schwingungen ausgesetzt, welche in der kritischen Erhärtungsphase das Gefüge nachhaltig schädigen können. Ob die Festigkeit durch diese Einwirkung gemindert wird, hängt vor allem von der Amplitude der auftretenden Schwingschnelle ab.

AIT hat Einflüsse auf die Größe der verkehrsinduzierten Schwingungen eines realen Brückentragwerks untersucht. Mittels dynamischen Zeitverlaufsüberfahrtsberechnungen wurden durch Variation der Fahrtgeschwindigkeit, Fahrzeugmasse und des Straßenprofils jene Parameter identifiziert, die den größten Einfluss auf die Brückenschwingungen ausüben. Dabei wurden in der FEM Simulation reale Straßenprofildaten verwendet, die mit dem Messfahrzeug RoadSTAR durch ein hochauflösendes Laserscanning der maßgebenden Fahrspuren erhoben wurden. Die dynamischen Tragwerkseigenschaften wurden durch Schwingungsmessung verifiziert.

Während die Durchbiegungen und Dehnungen des Tragwerks vor allem durch die Fahrzeugmasse beeinflusst werden, bestimmt die dynamischen Schwinggeschwindigkeiten in erster Linie das Straßenprofil. Die auftretenden Schwinggeschwindigkeiten wurden mit einem Grenzwert verglichen, bei dessen Einhaltung es zu keiner Beeinträchtigung des jungen Betons kommen sollte. Die Ergebnisse schaffen eine Entscheidungsbasis über geeignete Maßnahmen zur Vermeidung schädlicher Schwingungen während der kritischen Erhärtungsphase des Jungbetons in der Anschlussfuge.