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Bild einer weißen hohen Brücke, von unten aufenommen rundherum sind grüne Hügel und blauer Himmel

Dynamik von Eisenbahn­brücken

Eisenbahnbrücke und MoSeS

Die gezielte und genaue Ermittlung dynamischer Eigenschaften von Eisenbahnbrücken (Eigenfrequenzen, Dämpfung) stellt einen wichtigen Beitrag für die Bewertung und Nachrechnung von kritischen Bestandsstrukturen dar. Vor allem in Bezug auf geänderte Randbedingungen (z.B. neue Zugstypen, höhere Regelgeschwindigkeiten) wird es notwendig, den Brückenbestand neu zu bewerten. Neben der Ermittlung von Eigenfrequenzen und –formen ist vor allem die genaue messtechnische Ermittlung der Dämpfung eine herausfordernde Fragestellung, da hier die derzeit in der Praxis verbreiteten Methoden der Anregung (z.B. Ambient, Sandsack, Zugsüberfahrt) mit Unwägbarkeiten behaftet sind, welche zu großen Streuungen in den Ergebnissen führen können. Vor allem bei Tragwerken mit geringer Spannweite und hoher Steifigkeit ist es schwierig die Dämpfungsparameter ausreichend genau zu ermittelten.

Basierend auf dieser Problemstellung befasste sich AIT gemeinsam mit den Projektpartnern mit der zuverlässigen Ermittlung der relevanten dynamischen Parameter. Hierzu werden im Rahmen einer groß angelegten Messkampagne an einer Vielzahl von Tragwerken neben den klassischen Anregungsmethoden verschiedene Erreger (u.a. auch MoSeS und Longstrokeshaker) eingesetzt, um gezielt die in die Strukturen eingeleiteten Erregungskräfte zu kontrollieren. Die Projektergebnisse sollen in weiterer Folge in die Überarbeitung von Richtlinien zur dynamischen Messung und Nachrechnung von Eisenbahnbrücken Eingang finden.

MoSeS auf Eisenbahnbrücke

Projektpartner:

REVOTEC, TU Wien Institut für Tragkonstruktionen Stahlbau

Fördergeber:

ÖBB Infrastruktur AG