Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums 2026 in Davos, organisierte ADVANTAGE AUSTRIA Switzerland am 19. Jänner 2026 das 6. Alpine Tech Forum unter dem Motto „Winning Europe’s Digital Sovereignty Race“. Helmut Leopold, Chairman des Gaia-X Hub Austria, diskutierte auf Einladung des Forums auf dem Panel zu Thema „Digital Sovereignty – Best Practices aus Österreich“ gemeinsam mit den renommierten Wirtschaftsexperten und Gründern Martin Kaswurm und Christian Niedermueller über wirtschaftliche, geopolitische und technologische Herausforderungen im Kontext der Europäischen Souveränität. Moderiert wurde die Diskussion von Patrick Sagmeister, Leiter ADVANTAGE AUSTRIA Switzerland.
Souveränität als Voraussetzung datengetriebener Geschäftsmodelle
Digitale Souveränität bedeutet heute weit mehr als technologische Unabhängigkeit. Sie beruht auf Fähigkeiten, klaren Regeln und einem starken Ökosystem verlässlicher Partner, das eine echte „Freiheit des Handelns“ ermöglicht. Souveräne Akteure sichern faire und wirksame Marktmechanismen und bilden damit eine zentrale Grundlage für eine nachhaltige Demokratie.
Gleichzeitig muss Souveränität untrennbar mit Vertrauen zwischen allen Beteiligten verbunden sein – insbesondere im Kontext neuer datengetriebener Geschäftsmodelle und globaler Märkte. In diesem Kontext beleuchtete Helmut Leopold in der Diskussion zentrale Perspektiven zu digitaler und datenbezogener Souveränität als Grundlage vertrauenswürdiger Datenräume und stellte konkrete Best-Practice-Beispiele aus Österreich vor.
Der Austausch in Davos unterstrich die Relevanz europäischer Ansätze für globale, datengetriebene Märkte. Die Gaia-X-Community, getragen von führenden Industrie- und Forschungsakteuren in Europa, stellt einen dringend benötigten Rahmen für die langfristige wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität der EU bereit. Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Wert von Daten in Europa bleibt und Daten zugänglich, teilbar und unter klaren europäischen Regeln geprägt sind.
Gaia-X: Offene Infrastrukturen statt digitaler Abhängigkeiten
Gaia-X unterstützt und ermöglicht dafür offene, dezentrale Daten- und Service-Infrastrukturen, die über Ökosysteme skalieren – nicht über proprietäre Silos oder potenzielle Monopole. Damit fungiert die europäische Initiative als marktermöglichender Rahmen, der Integrationskosten senkt, Vendor-Lock-Ins vermeidet und den Aufbau moderner Datenräume nach europäischen Prinzipien unterstützt.
Ein zentrales Element dabei ist das sogenannte Gaia-X Trust Framework. Mit Spezifikationen, Standards und Open-Source-Lösungen trägt es dazu bei, Transaktions- und Compliance-Kosten in digitalen Ökosystemen deutlich zu reduzieren. Durch die Automatisierung von Vertrauen, Compliance und Interoperabilität – branchen- und länderübergreifend – entstehen so effiziente Daten-Services für den öffentlichen Sektor ebenso wie nachhaltige und profitable Geschäftsmodelle für Unternehmen. Weitere Informationen: https://www.alpinetechforum.com/
Über den Gaia-X Hub Austria
Der Gaia‑X Hub Austria, der vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und dem Staatssekretariat für Digitalisierung, heute im Bundeskanzleramt (BKA), unterstützt und vom AIT Austrian Institute of Technology koordiniert wird, versteht sich nicht nur als Informationsdrehscheibe, sondern als aktiver Mitgestalter einer europäischen Digitalpolitik. Er berät politische Entscheidungsträger:innen, unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von souveränen Datenstrategien und schafft konkrete Einstiegsmöglichkeiten für Datenräume durch reale Testumgebungen und Pilotprojekte. Weitere Informationen: https://www.gaia-x.at/