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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Bundesminister Hanke: Weltraum-Start Up "Another Earth" dockt bei AI Factory Austria an

29.12.2025

AI:AT ermöglicht Zugang zu europäischen HPC-Systemen, Unterstützung für synthetische Erdbeobachtungsmodelle

Die AI Factory Austria AI:AT begleitet mit “Another Earth” ein weiteres innovatives österreichisches Deep-Tech-Start-up beim Zugang zu europäischen Hochleistungsrechnern (High-Performance Computing – HPC). Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte, synthetische Erdbeobachtungsmodelle und trainiert diese nun auf EuroHPC-Systemen. Damit zeigt die AI Factory Austria erneut: Unternehmen können bereits heute strukturiert, effizient und unterstützt auf Europas leistungsfähigste Recheninfrastrukturen zugreifen.

Österreich im europäischen Weltraum-, KI- und Datenökosystem

Die AI Factory Austria AI:AT ist Teil der europäischen AI-Factories-Initiative unter dem EuroHPC Joint Undertaking und dem Horizon-Europe-Programm. Ziel ist es, KI- und HPC-Kapazitäten europaweit zu verbinden und souveräne Schlüsseltechnologien für strategische Zukunftsfelder aufzubauen – darunter auch Raumfahrt, Earth Observation und Datenökonomie.

“Für KI-gestützte Weltraumanwendungen, Erdbeobachtung und nachhaltige Ressourcennutzung eröffnet der Zugang zu europäischen Supercomputern völlig neue Potenziale – von Klimaanalysen über Monitoring bis hin zu resilienter Infrastruktur. Die AI Factory Austria schafft dafür eine klare Schnittstelle und stärkt Österreichs Wettbewerbsfähigkeit. Sie ermöglicht anspruchsvolle Anwendungen und schafft Vertrauen in die Technologien von morgen”, erklärt Innovations- und Weltraumminister Peter Hanke.

Another Earth: KI-gestützte synthetische Erdbeobachtung

Another Earth entwickelt multimodale Diffusionsmodelle, die synthetische Erdbeobachtungsdaten erzeugen: Optische Satellitenbilder, Landnutzungsdaten, Höhenmodelle und weitere Geoinformationen. Diese generierten Datensätze können bestehende Earth Observation-Daten ergänzen – für Klimaforschung, Energieversorgung, Krisen- und Katastrophenmanagement, Stadtplanung oder Präzisionslandwirtschaft.

Die Trainingsmodelle basieren auf 1,4 Millionen Bildausschnitten und benötigen – je nach Setup – mehrere Tausend GPU-Stunden. Über EuroHPC-Systeme stehen dafür modernste GPU-Ressourcen (A100/H100) zur Verfügung. Felix Geremus, Gründer von Another Earth erklärt: “Unsere Modelle sind extrem rechenintensiv. Durch die AI Factory Austria konnten wir früh auf EuroHPC-Infrastruktur zugreifen und unsere Experimente auf leistungsfähiger GPU-Hardware durchführen. Dieser Zugang hat unseren Entwicklungsprozess deutlich beschleunigt und erweitert unser Innovationsspektrum erheblich.”

Karl Kugler, Co-Lead der AI Factory Austria AI:AT: “Another Earth zeigt, wie unser Unterstützungsmodell in der Praxis funktioniert. Als One-Stop-Shop verbinden wir Beratung, technische Expertise, Zugang zu Rechenkapazitäten und Hilfestellung bei der sicheren Anwendung von KI. Der strukturierte Prozess sorgt dafür, dass Unternehmen schneller experimentieren, entwickeln und validieren können – bis hin zu skalierbaren Geschäftsmodellen.”

Markus Stöhr, Co-Lead der AI Factory Austria AI:AT und Projektmanager bei Advanced Computing Austria (ACA), betont: “Wir sehen: Der Zugang funktioniert. Die Abläufe sind etabliert, die Unterstützung wirksam, und die Infrastruktur nutzbar. Another Earth ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir österreichische KI-Innovationen auf europäische Supercomputer bringen und reale Mehrwerte ermöglichen.”

“Gezielte Unterstützung schafft Innovationsdynamik. Wir sind bereits im Austausch mit weiteren Unternehmen, die ähnliche Bedarfe haben – und begleiten sie dabei, ihre Vorhaben effizient innerhalb der AI Factory Austria und des europäischen AI-Factories-Netzwerks umzusetzen”, so Thomas Mayerhofer, Head of Innovation Center der AI Factory Austria AI:AT.