Wie können Geodaten künftig einfacher, effizienter und interoperabler bereitgestellt werden? Dieser Frage widmete sich die AGEO-Podiumsdiskussion „OGC API – Die nächste Generation geospatialer Services?“, die im Rahmen der AGIT 2026 an der Universität Salzburg stattfand. Als Vertreterin des AIT Austrian Institute of Technology diskutierte Anita Graser, Senior Scientist am Center for Digital Safety & Security, gemeinsam mit Expert aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung über die Zukunft moderner Geodatenstandards und digitaler Geoinfrastrukturen.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die OGC API, die als moderne Weiterentwicklung etablierter OGC-Standards wie WMS, WFS und WMTS den Austausch geospatialer Daten auf Basis aktueller Web-Technologien ermöglicht. Die Diskussion zeigte, dass offene, standardisierte Schnittstellen eine zentrale Voraussetzung für interoperable Datenökosysteme darstellen und damit die Grundlage für innovative Anwendungen in Bereichen wie Mobilität, Stadtplanung, Umweltbeobachtung, kritische Infrastrukturen und Krisenmanagement schaffen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen bei der Migration bestehender Geodateninfrastrukturen sowie der Nutzen einer konsequenten Standardisierung für Verwaltung, Forschung und Industrie beleuchtet.
Anita Graser brachte ihre langjährige Expertise in den Bereichen Geoinformatik, räumliche Datenanalyse, GeoAI und Open Source GIS in die Diskussion ein. Am AIT arbeitet sie an datengetriebenen Methoden zur Analyse von Bewegungs- und Geodaten und entwickelt innovative Werkzeuge für moderne Geodatenanalysen. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf der Anwendung von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning sowie der Entwicklung leistungsfähiger Analysewerkzeuge für große räumlich-zeitliche Datensätze. Parallel dazu präsentierte sie auf der AGIT 2026 gemeinsam mit Kolleg:innen die Arbeit „MobiML – Accelerating Machine Learning Workflows for Trajectory Data in Mobility Data Science“, die neue Ansätze zur effizienteren Nutzung von Bewegungsdaten für KI-gestützte Anwendungen vorstellt.
Die Diskussion machte deutlich, dass offene Standards wie die OGC API eine Schlüsselrolle für die digitale Transformation spielen. Sie ermöglichen den organisationsübergreifenden Austausch hochwertiger Geodaten und schaffen die Grundlage für vertrauenswürdige, skalierbare Geodateninfrastrukturen und zukunftssichere Datenräume. Gerade in einer zunehmend datengetriebenen Gesellschaft leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer digitaler Services und evidenzbasierter Entscheidungsprozesse.
Mit ihrer Teilnahme an der AGEO-Podiumsdiskussion unterstrich Anita Graser einmal mehr die führende Rolle des AIT in der Entwicklung moderner Geodaten- und KI-Technologien sowie dessen Engagement für offene Standards und internationale Zusammenarbeit im Bereich der Geoinformatik.
Sehen Sie die gesamte Podiumsdiskussion hier.