Foto: (LIV/Gerhard Berger): Die HerzMobil App zur Erfassung der Vitaldaten und Patient mit Herzschwäche gemeinsam mit Pflegeexpertin bei der Schulung.
Durch das KIT TeleHealth Solutions Projekt „HerzMobil Tirol“ von AIT müssen deutlich weniger Patienten, die an einer Herzinsuffizienz leiden, zurück ins Spital. Auch die Sterblichkeit unter den Patient*innen dürfte geringer sein.
Das Projekt, bei dem Patient*innen regelmäßig ihre Vitaldaten an das Betreuungsteam übertragen, wurde vor sechs Jahren gestartet und ist seit 2017 zur Unterstützung der integrierten Versorgung für Patient*innen mit Herzschwäche in der Regelversorgung angekommen. Gleichzeitig gründete AIT das Spin-off „telbiomed Medizintechnik und IT Service GmbH“ um die professionelle Bereitstellung der KIT TeleHealth Solutions zu erweitern. Über das Spin-off telbiomed wird die AIT Technologie derzeit in 5 Tiroler Bezirke eingesetzt und im kommenden Jahr auf ganz Tirol ausgeweitet. Auch in der Steiermark wird nun diese Technologie im Rahmen des Versorgungsprogramms „HerzMobil Steiermark“ in den nächsten Jahren ausgerollt.
Der Bedarf dürfte nicht geringer werden: Die Verbreitung von Herzinsuffizienz nehme immer mehr zu - zum einen, weil immer mehr Menschen Herzinfarkte und dergleichen zwar überleben, aber „der Schaden“ am Herz bleibe trotzdem, sagt der ärztliche Leiter des Projekts Gerhard Pölzl. Zum anderen komme die zunehmende Alterung der Gesellschaft zum Tragen, die die Zahl von Herzinsuffizienzen ansteigen lasse. Die Folgen sind eine deutliche Stärkung der Selbstsicherheit und des Selbstmanagements der Patient*innen.
https://kit.ait.ac.at/