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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

AIT-Experte Klaus Kubeczko setzt Impulse bei der EnergyWeek in Finnland

24.03.2026

Die finnische EnergyWeek, die vom 16. bis 19. März 2026 in Vaasa stattfand, hat sich einmal mehr als eine der bedeutendsten internationalen Plattformen für die Energiewende etabliert. Mit 10.000 Teilnehmenden aus 52 Ländern, mehr als 240 Speaker:innen und 41 Fachseminaren brachte die Veranstaltung führende Köpfe aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um Lösungen für ein nachhaltiges Energiesystem zu diskutieren.

Das österreichische Programm Energie.Frei.Raum wurde dabei von der Europäischen Kommission den anwesenden Minister:innen als Vorzeigemodell für die Umsetzung der Direktiven zur Etablierung von Regulatory Sandboxes in den Mitgliedsstaaten empfohlen.

Aus diesem Anlass wurde AIT-Experte Klaus Kubeczko eingeladen, eine Keynote zu halten. Im Fokus seines Beitrags stand das Thema: „Setting up the Austrian Energy.Free.Room regulatory experimenting programme: from program development to R&I projects“.

Kubeczko präsentierte das österreichische Modell, das darauf abzielt, innovationsfördernde regulatorische Rahmenbedingungen für die Energiewende zu schaffen. Der Ansatz ermöglicht es, neue Technologien und Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen sowie mit Ausnahmegenehmigungen zu testen. Dadurch kann Innovation unter antizipierten regulatorischen Rahmenbedingungen erfolgen und gleichzeitig regulatorisches Lernen für Behörden und Gesetzgebung unterstützt werden. Vorgestellt wurden zudem die zwei genehmigten Experimentierräume „Reallabore am Netz“ und „INNOnet“, mit AIT als Forschungspartner.

„Innovationen im Energiesektor brauchen neben technologischen Entwicklungen – insbesondere in Zeiten großer Unsicherheiten – geeignete regulatorische Experimentierräume, um alternative Rahmenbedingungen zu antizipieren und robuste Transformationspfade zu entwickeln“, betonte Kubeczko. Das Programm zeige, wie durch gezielte Zusammenarbeit zwischen Forschung, Innovierenden im Energiesektor, Industrie und Regulierungsbehörden praxistaugliche Lösungen entstehen können, die den Übergang zu einem resilienten Energiesystem für die nächsten Jahrzehnte beschleunigen.

Im Anschluss diskutierten am Podium Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Regulierungsbehörden gemeinsam mit Akteur:innen aus Forschung und Forschungsförderung über die Umsetzung regulatorischer Experimente in Skandinavien.

Die Session unterstrich die zunehmende Bedeutung regulatorischer Innovationen im Kontext der Energiewende – ein Thema, das auch auf der EnergyWeek insgesamt stark präsent war. Neben erneuerbaren Energien, Energiespeicherung und Wasserstofftechnologien stehen insbesondere Fragen der Energiesicherheit sowie notwendige Investitionen in saubere Energie im Mittelpunkt der Diskussionen.

Die EnergyWeek gilt als eines der wichtigsten Branchentreffen in den nordischen Ländern und bietet neben Fachvorträgen auch umfangreiche Networking-Möglichkeiten. Zahlreiche internationale Entscheidungsträger:innen, darunter Minister:innen, Botschafter:innen und Vertreter:innen internationaler Organisationen, nutzten die Veranstaltung für Austausch und Kooperation.

https://www.energyweek.fi/