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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Mit Auszeichnung promoviert: Angelika Cerny erforscht neue Wege für die Umformung von Aluminiumlegierungen

26.08.2026

Großer Erfolg für Angelika Cerny, Forscherin am LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen des AIT Austrian Institute of Technology: Sie hat ihr Doktoratsstudium an der Universität Salzburg mit Auszeichnung abgeschlossen. In ihrer Dissertation untersuchte sie, wie Mikrostruktur, thermische Vorgeschichte und Umformbedingungen die Verformbarkeit von Aluminiumlegierungen beeinflussen. 

Angelika Cerny schloss ihre Promotion an der Fakultät für Natur- und Lebenswissenschaften der Universität Salzburg, Department Chemie und Physik der Materialien, ab. Betreut wurde ihre Dissertation von Univ.-Prof. Dr. Nicola Hüsing. Als Gutachter fungierten Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Stefan Pogatscher und Prof. Dr. Randi Holmestad.

Ihre Dissertation trägt den Titel „Linking microstructure and forming conditions to plastic instabilities in AA2024 and AA5083 aluminum alloys“. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie sich die Umformbarkeit von Aluminiumlegierungen gezielt verbessern lässt – ein wichtiger Aspekt für ressourceneffizienten und leistungsfähigen Leichtbau.

Ein Schwerpunkt lag auf der Legierung AA2024. Mithilfe von Atomsonden-Tomographie und Transmissionselektronenmikroskopie untersuchte Angelika Cerny, wie natürliche Alterung und Vorbehandlungen die Bildung feinster Ausscheidungen beeinflussen. Diese mikrostrukturellen Veränderungen wirken sich unmittelbar auf das thermische und mechanische Verhalten des Werkstoffs aus.

Ein weiterer Fokus war der sogenannte Portevin-Le-Chatelier-Effekt (PLC), eine plastische Instabilität, die während der Umformung auftreten und die Verarbeitbarkeit von Aluminiumlegierungen beeinträchtigen kann. In ihrer Arbeit entwickelte Cerny eine Methode, mit der sich die Intensität dieses Effekts in Abhängigkeit von Temperatur und Dehnungsrate quantitativ bewerten lässt.

Darüber hinaus untersuchte sie das elektrisch unterstützte Umformen als Alternative zum klassischen Warmumformen. Die Ergebnisse zeigen, dass elektrische Impulse den PLC-Effekt bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen teilweise unterdrücken und gleichzeitig die Bruchdehnung erhöhen können.

Damit verbindet die Dissertation grundlegende Werkstoffwissenschaft mit anwendungsnahen Fragestellungen der Umformtechnik und liefert wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung effizienter Leichtbauprozesse.

Wir gratulieren Dr. Angelika Cerny sehr herzlich zu diesem hervorragenden Abschluss!