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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Fünf Projekte mit AIT-Beteiligung für den eAward 2026 nominiert

06.08.2026

Wir freuen uns sehr über die Nominierungen zum eAward. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und dem Public Sektor ist das AIT Austrian Institute of Technology als High-Tech-Entwicklungspartner mit fünf Projekten in vier Kategorien für den eAward 2026 nominiert. Die Nominierungen unterstreichen die Breite der Forschung und Entwicklung des AIT – von digitalen Sicherheitslösungen über nachhaltige Stadtentwicklung und innovative Bildungslösungen bis hin zu innovativen Anwendungen für Wirtschaft und Verwaltung.

v.l.: Clemens Selzer (MA10), Georg Regal (AIT), Christine Wahlmüller-Schiller (AIT), Christian Vogelauer (MA10) (c) AIT

Nominierung in der Kategorie 1 „Bildung und Soziales“: WISPER – Wiener Spracherfahrung

WISPER (Wiener Spracherfahrung) ist eine KI-basierte Sprachförderlösung für Drei- bis Sechsjährige im Kindergarten, die von den Stadt Wien – Kindergärten in Kooperation mit dem AIT entwickelt worden ist. Ein kindgerecht gestaltetes Telefon (User Experience) ermöglicht Kindern mit nicht deutscher Muttersprache, spielerisch Deutsch zu lernen. Mithilfe von WISPER können die Kinder in ihrem eigenen Tempo eine Geschichte entwickeln. WISPER versteht jede Sprache, antwortet aber stets auf Deutsch. Bei der Entwicklung waren von Anfang an Sprachförderkräfte der Stadt Wien eingebunden (User Centered Design). Die Lösung entlastet die Sprachförderkräfte und ergänzt gezielt ihre Arbeit. Und das Wichtigste: Die Kinder lieben es. Zur Belohnung erhalten die Kinder ein Bild der Geschichte aus dem im Telefon integrierten Drucker. In Wien haben 26.000 Kinder im Kindergarten Sprachförderbedarf (von insgesamt 88.000 Kindern)

(c) BMI-Karl Schober

Nominierung in der Kategorie 2 „Services und Prozesse“: BioCapture

Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BK) im Bundesministerium für Inneres (BMI) ist das AIT mit BioCapture für den eAward 2026 in der Kategorie „Services und Prozesse“ nominiert. Die im Rahmen des KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramms entwickelte Technologie ermöglicht die sichere, kontaktlose Fingerabdruckidentifikation über handelsübliche Smartphones und unterstützt Polizeikräfte bei einer raschen Identitätsfeststellung direkt vor Ort. Der verantwortungsvolle Entwicklungsansatz verbindet hohe Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit mit strengen Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit, Ethik und Rechtsstaatlichkeit. Die Lösung wird derzeit österreichweit eingeführt und wurde auf Einladung der Vereinten Nationen im Rahmen der UN Counter Terrorism Week 2026 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York als österreichisches Best-Practice-Beispiel präsentiert.

(c) MAKING PEDs (2026)

Zwei Nominierungen in der Kategorie 4 „Nachhaltigkeit“: MAKING PEDs und ReUseTex

Mit MAKING PEDs ist das AIT in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ nominiert. Das europäische Forschungsprojekt gestaltet die Zukunft klimaneutraler Städte, indem es Städte, Bürger:innen, Planer:innen und politische Entscheidungsträger:innen dabei unterstützt, Positive Energy Districts (PEDs) mithilfe von Digital-Twin-Technologien und partizipativer Entscheidungsfindung zu entwickeln. Die Plattform vereint 3D-Stadtmodelle, Nachhaltigkeitsanalysen und ein intelligentes Entscheidungsunterstützungssystem, um die Auswirkungen geplanter Maßnahmen bereits vor ihrer Umsetzung zu simulieren und transparent zu bewerten. So werden fundierte Entscheidungen ermöglicht und die nachhaltige Stadtentwicklung beschleunigt. Gemeinsam mit der Stadt Linz und europäischen Partnern zeigt das AIT, wie digitale Zwillinge und interoperable Datenräume die Transformation europäischer Städte vorantreiben, den Weg zu klimaneutralen, energiepositiven Stadtquartieren ebnen und die urbane Transformation nachhaltig beschleunigen.

(c) Saubermacher

ReUseTex – Textile Kreislaufwirtschaft durch Künstliche Intelligenz

Ebenfalls in der Kategorie Nachhaltigkeit nominiert, widmet sich ReUseTex dem Thema textile Kreislaufwirtschaft: Jährlich fallen in der EU rund 5,8 Millionen Tonnen Alttextilien an – Tendenz steigend. Mit ReUseTex entwickelt Saubermacher gemeinsam führenden Forschungs- und Technologiepartnern wie dem AIT, der TU Graz, KNAPP AG, Bernhard Binder Mechatronics sowie Walter Thomsen Consulting, eine KI-gestützte Lösung zur automatisierten Sortierung von Alttextilien. Mithilfe von Computer Vision, Deep Learning und Robotik werden Textilien erkannt, bewertet und den optimalen Verwertungswegen zugeordnet. Dadurch können hochwertige Kleidungsstücke gezielt für die Wiederverwendung bereitgestellt und Recyclingrohstoffe effizienter gewonnen werden. Ziel des Projekts ist es, die technologische Grundlage für eine moderne Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche zu schaffen, den manuellen Sortieraufwand zu minimieren und die Umsetzung neuer europäischer Anforderungen zur getrennten Sammlung von Alttextilien zu unterstützen. Das Projekt verbindet künstliche Intelligenz mit nachhaltiger Ressourcennutzung und zeigt, wie Digitalisierung konkrete Umweltprobleme lösen kann.

(c) AIT/gettyimages

Nominierung in der Kategorie 5 „Zukunftstechnologien“: FPMS

Gemeinsam mit X-Net Services und der EWP Recycling Pfand Österreich GmbH ist das AIT mit dem Fraud Prevention & Monitoring System (FPMS) in der Kategorie „Zukunftstechnologien“ nominiert. Die KI-gestützte Lösung unterstützt das österreichische Einwegpfandsystem dabei, Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Mithilfe von Machine Learning und Big-Data-Analysen identifiziert FPMS auffällige Muster im Recyclingprozess und erkennt unterschiedliche Betrugsszenarien automatisiert. Damit trägt das System zu einem effizienten, transparenten und vertrauenswürdigen Betrieb des österreichischen Pfandsystems bei.

Der eAward ist einer der größten Wirtschaftspreise in Österreich und wird jährlich vom Report Verlag vergeben. Seit dem Jahr 2005 wurden über 1.500 Projekte nominiert und über 500 Siegerprojekte gekürt. Im Vorjahr wurden die AIT Projekte BuildsaVR und die Peace Tech Alliance mit dem eAward ausgezeichnet.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des eAward 2026 werden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 10. September 2026 im Palais Eschenbach in Wien bekannt gegeben.

Information über alle nominierten Projekte zum eAward 2026 hier: 
https://www.report.at/tech/it-wirtschaftspreis-eaward-2026-das-sind-die-nominees