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Logo zeigt „Gender Equality” als ein “Sustainable Development Goal”.

Bild-Credit: United Nations – UN Women/YIHUI YUAN


Das AIT ist auf beste Mitarbeiter:innen angewiesen und muss als Arbeitgeberin entsprechend attraktiv sein. Dabei nimmt die Förderung von Diversität und Gleichstellung einen besonderen Stellenwert ein. Aus Anlass des „International Day of Women and Girls in Science” am 11. Februar stellen wir acht junge Forscherinnen vor, die in ihren Forschungsschwerpunkten ingenious sind und das AIT in vielerlei Hinsicht einen großen Schritt voranbringen.

Mitarbeiter:innen sind, besonders in Zeiten immenser internationaler Konkurrenz, die wichtigste Größe jedes Unternehmens. Dies gilt umso mehr für eine Forschungs- und Technologie-Organisation, die auf der internationalen Innovationsbühne eine herausragende Rolle einnimmt. „Wissenschaft wird zunehmend multidisziplinär. Es braucht interdisziplinäre Teams mit unterschiedlichen Denkansätzen und Bedürfnissen, um alle Facetten einer Entwicklung rechtzeitig zu bedenken und zu integrieren. Das geht nur in gemischten Teams – interdisziplinär und interkulturell sowie mit unterschiedlichen Geschlechtern“, erläutert Elke Guenther, Leiterin des Center for Health & Bioresources und derzeit Genderbeauftragte des AIT. 

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten Forscherinnen in frühen Karrierestadien: Tätig als Diplomandinnen, Doktorandinnen, Post Docs und Junior Scientists zählen sie zum Rückgrat der Wissenschaft und bringen ihre jeweiligen Arbeitsgebiete um wichtige Schritte voran. 

Die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau sind nicht nur wichtig für eine gerechte und gleichberechtigte Teilhabe an Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Frauen leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Lösung unserer großen Zukunftsherausforderungen und zum Erreichen der international vereinbarten Entwicklungsziele.

Zwar machen Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung aus, sind jedoch zu weniger als 30 Prozent (2019) in der weltweiten Forschung vertreten. Laut UNO haben zahlreiche Studien ergeben, dass Frauen in MINT-Fächern weniger veröffentlichen, für ihre Forschung weniger bezahlt werden und in ihrer Karriere nicht so weit kommen wie Männer. Um Frauen und Mädchen gleichberechtigten Zugang und volle Partizipation im Bereich der Wissenschaft zu ermöglichen und ihre Rolle in der Forschung weiter zu stärken, hat die UNO den 11. Februar zum „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ erklärt.

Der Aktionstag steht unter dem Titel: „It is time to acknowledge contributions. It is time to open opportunities.” Diesem Motto folgend stellen wir Ihnen im Folgenden acht spannende junge Forscherinnen am AIT, ihre Visionen und ihren Impact vor. 

MARTINA ROMIO

Junior Scientist, Chemist and Laboratory Manager 

 

Mein Impact: Wiederaufladbare Magnesium-Batterien auf dem neuesten Stand der Forschung entwickeln, um unsere Welt nachhaltiger zu gestalten.

Meine Vision: Das Konzept “Energiespeicher” für eine nachhaltige Zukunft revolutionieren.

SABINE NEUBERGER

Junior Scientist, Agrarökonomin


Mein Impact: Innovative Lösungen ermöglichen, indem verschiedene Akteur:innen miteinander zum Reden gebracht und Barrieren abgebaut werden.

Meine Vision: Noch mehr grenzüberschreitende, branchenübergreifende Projekte.

ANDREA SCHAUB

Junior Scientist, Raumplanerin

 

Mein Impact: Die Sicherheit im Straßenverkehr für (ungeschützte) Personen durch neue Systeme und Mobilitätsformen zu erhöhen und echten Nutzen stiften.

Meine Vision: Die Vision Zero, also eine Welt ohne Verkehrsunfälle mit Toten oder Schwerverletzen.

DARIA LIAKHOVETS

Junior Scientist, Data Scientist

 

Mein Impact: KI-basierte Methoden zur (Früh)-Erkennung von Hate Speech zu entwickeln – ein wichtiger Faktor gegen Diskriminierung.

Meine Vision: Mit transparenten Ansätzen Awareness zu schaffen und Hass im Netz einzudämmen.

LAURA GSCHWANDTNER

Junior Scientist, Kognitionswissenschaftlerin


Mein Impact: AI Algorithmen zur besseren, automatisierten Analyse von Gehirnaktivitäten zu entwickeln.

Meine Vision: Medizin und Technik stärker zu verschränken, um Erkrankungen wie Demenz oder Epilepsie rascher behandeln zu können.

MINA SCHÜTZ

PhD Candidate, Computer Scientist

 

Mein Impact: Mechanismen zu entwickeln, um Desinformation noch früher automatisch zu erkennen.

Meine Vision: Nutzer:innen mit unseren Tools dabei zu unterstützen, Informationen im Netz richtig einordnen zu können.

CAROLIN MONSBERGER

Junior Research Engineer, Energietechnikerin


Mein Impact: Simulations- und Berechnungsmodelle zur Bewertung von Energiesystemen aufzusetzen, um zu 100% erneuerbarem Strom in Österreich bis 2030 beizutragen.

Meine Vision: Nachhaltige Maßnahmen für die Energieerzeugung profitabler zu machen und damit die Energiewende voranzutreiben.

QUYNH NGUYEN

Junior Scientist, Kognitionswissenschaftlerin 

 

Mein Impact: Für sozial nachhaltige Technologien partizipative Co-Creation-Methoden zu entwickeln, mit denen User:innen aktiv in den Designprozess involviert werden. 

Meine Vision: Gesellschaftsrelevante Forschung, die inklusive Technologieentwicklung stärkt und beispielsweise in der medizinischen Erstversorgung zum Einsatz kommt.

Strategische Frauenförderung am AIT

Die Gleichstellung aller Geschlechter hat einen fixen Platz im Unternehmensverständnis des AIT – als Organisation, in der Chancengleichheit, Fairness, kommunikative Offenheit, Empowerment und engagierte Partizipation bei der Gestaltung von Prozessen und Strukturen eine große Bedeutung einnehmen. Es ist ein verbindliches Ziel des AIT, Frauen besonders zu fördern und sie in ihrem persönlichen Fortkommen über alle Karrierewege hinweg zu unterstützen. Dies gilt als Managementaufgabe, die über alle Hierarchiestufen mitgetragen wird. „Durch die laufenden Gender & Diversity Initiativen liefert das AIT einen aktiven Beitrag, um die eigene Leaky Pipeline abzudichten, ein Umfeld zu schaffen, das individuelle Frauenkarrieren ermöglicht und Frauen in ihren Kompetenzen stärkt. Wir haben schon viel erreicht, es ist aber auch noch viel zu tun“, so Guenther.

Im Jahr 2020 erhielt das AIT Gleichstellungsmaßnahmenprogramm das Gütesiegel für innerbetriebliche Frauenförderung „equalitA“ des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Dieses zeichnet Unternehmen aus, die Frauen innerbetrieblich fördern, für Geschlechtergerechtigkeit innerhalb des Betriebes sorgen und die Frauenkarrieren fördern und sichtbar machen.