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Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung

14.04.2026

Die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) stellt öffentliche Verwaltungen weltweit vor die Herausforderung, innovative Technologien gezielt einzusetzen, ohne dabei ethische und rechtliche Prinzipien zu vernachlässigen. Die Digitalisierung bietet enormes Potenzial, um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten, Bürger:innen bessere Dienstleistungen bereitzustellen und Ressourcen gezielt einzusetzen. Gleichzeitig müssen Verwaltungen sicherstellen, dass KI-Systeme verantwortungsvoll genutzt werden, um Diskriminierung zu vermeiden, Transparenz zu gewährleisten und das Vertrauen der Gesellschaft in staatliche Institutionen zu stärken.

Um diesen Balanceakt erfolgreich zu meistern, hat das AIT im Auftrag des Bundeskanzleramts (BKA) einen Praxisleitfaden für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung entwickelt. Dieses erste umfassende Werk seiner Art im deutschsprachigen Raum dient als Orientierungshilfe für Entscheidungsträger:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen und deckt technische, ethische und rechtliche Aspekte der KI-Nutzung ab. Es bietet praxisnahe Empfehlungen zur Implementierung und Nutzung von KI-Systemen und zeigt konkrete Anwendungsfälle auf. Durch einen breit angelegten Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltungsexpert:innen und politischen Akteur:innen wurde sichergestellt, dass der Leitfaden nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt, sondern direkt in den Verwaltungsalltag integriert werden kann.

Der in Überarbeitung befindliche Leitfaden bildet die Grundlage für die Entwicklung neuer Verwaltungsrichtlinien im Einklang mit EU-Debatten, unterstützt die Einführung von KI-gestützten Prozessen und fördert eine datengetriebene, transparente und bürgerfreundliche Verwaltung. Er hilft öffentlichen Institutionen, digitale Transformationen zu steuern, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern.

Der gesellschaftliche Einfluss dieses Projekts ist weitreichend: Eine effektive und ethisch fundierte Nutzung von KI erhöht die Transparenz staatlicher Entscheidungen, reduziert bürokratische Hürden und erleichtert den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen – insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig trägt der Leitfaden dazu bei, Ängste gegenüber KI abzubauen und fördert ein besseres Verständnis für deren Chancen und Risiken. Die positiven Auswirkungen reichen bis in die politische Gestaltung, da eine informierte, technologiegestützte Verwaltung eine nachhaltige, inklusive und zukunftsfähige Gesellschaft unterstützt. Die Bedeutung dieser Arbeit wurde auch von offizieller Seite mehrfach anerkannt.

Der Leitfaden hat international Strahlkraft – er wurde als „Best Practice“ anerkannt und hat das Potenzial, auch in anderen Ländern als Modell zu dienen. Um einen Beitrag zu internationalen Diskussionen zu leisten, wurde seitens des BKA auch eine englische Version des Leitfadens erstellt.