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Cyber Security für digitale Systeme

08.04.2026

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Industrieprozessen wächst der Bedarf an sicheren Entwicklungsansätzen, um Schwachstellen bereits bei der Entstehung von IT-Systemen zu minimieren (Security by Design). Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen greifen üblicherweise erst nach der Entwicklung von IT-Systemen, sodass potenzielle Schwachstellen unentdeckt bleiben und die Gefahr von Cyberangriffen steigt. Insbesondere Industrieunternehmen benötigen effektive Methoden, um Sicherheitslücken frühzeitig zu identifizieren und zu schließen. Gleichzeitig müssen internationale Standards eingehalten werden, um die Wettbewerbsfähigkeit am globalen Markt zu sichern.

Expert:innen am AIT Center for Digital Safety & Security haben mit das Security-by-Design-Entwicklungswerkzeug ThreatGet eine international führende innovative Technologie für z. B. den Automotive-Markt und für die Gestaltung der internationalen Standardisierung für Model-driven System-Development entwickelt. Dafür wurden erfolgreich Kooperationen mit österreichischen Industriepartnern wie etwa LieberLieber, msg Plaut und AVL etabliert, was einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen leistet. Finanziert wurde die Entwicklung durch EU-Förderprogramme – hauptsächlich durch das EU-Programm Key Digital Technologies (KDT) und den European Defence Fund (EDF) –, national durch die KIRAS- und K-Pass Sicherheitsforschungsprogramme sowie durch Lizenzverträge mit Industriepartnern.

„Diese Partnerschaft mit dem AIT ermöglicht es uns, Threat Analysis & Risk Assessment (TARA-) Analysen systematisch und automatisiert durchzuführen. Die Kombination von AVL ThreatGet mit unseren Cyber Security Compliance Management- und Testing-Lösungen ermöglicht es, den gesamten Prozess durchgängig zu denken“, sagt Harald Petschnik, Business Innovation Manager bei AVL. Durch die Integration effektiver Maßnahmen können die Folgen von Hackerangriffen auf die Privatsphäre und Gesundheit der Verkehrsteilnehmer:innen drastisch entschärft werden. „Dabei ist uns eine hohe Automatisierung und gute Integration in die IT-Landschaft unserer Kunden wichtig, da dieser Prozess für viele Varianten und im gesamten Fahrzeuglebenszyklus unter Umständen mehrmals durchlaufen wird“, so Petschnik.

"Diese Partnerschaft mit AIT ermöglicht es uns, Threat Analysis & Risk Assessement (TARA) Analysen systematisch und automatisiert zu erstellen", erläutert Harald Petschnik, Business Innovation Manager bei AVL.

Mit einem neuen System können die Folgen von Hackerangriffen auf die Privatsphäre und Gesundheit der Verkehrsteilnehmer drastisch entschärft werden.

In der Folge wird der Model-Driven Safety & Security by Design-Ansatz nun für weitere Marktsegmente, auch außerhalb des Automotive-Sektors, weiterentwickelt. Erweitert wird das Angebot auch auf neue Anforderungen aus dem kommenden EU Cyber Resilience Act sowie dem EU Space Act. Parallel dazu leiten AIT-Expert:innen in Kooperation mit dem österreichischen Bundeskanzleramt (BKA) die Arbeitsgruppe „Cyber Resilience Act“ in der CSP Cyber Sicherheitsplattform Österreich. Insgesamt besitzt das AIT im Bereich Cyber Security rund 50 Patente.