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Biometrics: Fingerabdrücke berührungslos identifizieren

14.04.2026

Traditionelle biometrische Systeme, wie etwa kontaktbasierte Fingerabdrucksensoren, stoßen zunehmend an ihre Grenzen, insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen wie Flughäfen, Grenzkontrollen und öffentlichen Einrichtungen. Denn kontaktbasierte Systeme sind anfällig für Manipulationen, sind unhygienisch und oft nicht benutzerfreundlich. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach kontaktlosen, sicheren und datenschutzkonformen Lösungen, die sowohl den Anforderungen der Nutzer:innen als auch den strengen Sicherheitsvorgaben entsprechen. Sowohl die EU als auch internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen (UN) unterstützen die Etablierung sicherer Systemlösungen und eines verantwortungsvollen Umgangs mit sensitiven biometrischen Daten.

Ein zentraler Aspekt bei der Entwicklung ist die konsequente Einhaltung strenger datenschutzrechtlicher und gesetzlicher Vorgaben.

In Labors des AIT arbeitet man an innovativen Verfahren zur kontaktlosen Registrierung biometrischer Merkmale, wie etwa von Fingerabdrücken.

In den vergangenen Jahren konnte das AIT eine hochmoderne biometrische Sensorik für die berührungslose Verifikation von digitalen Identitäten etablieren. So wurde beispielsweise die BioCapture-Technologie entwickelt und gemeinsam mit dem österreichischen Start-up-Unternehmen T3K marktreif gemacht. Diese ermöglicht es Polizistinnen und Polizisten, Fingerabdrücke von Personen, die sich nicht ausweisen und auf andere Weise nicht eindeutig identifiziert werden können, direkt vor Ort kontaktlos mit dem dienstlichen Smartphone zu scannen und mit verschiedenen Datenbanken abzugleichen. Dadurch können gesuchte Straftäter:innen und illegal aufhältige Personen eindeutig an Ort und Stelle identifiziert werden. Die Notwendigkeit zusätzlicher Geräte oder – wie bisher üblich – des Transports von Angehaltenen zu Dienststellen entfällt. Entscheidungen über die weiteren polizeilichen Maßnahmen können unmittelbar vor Ort getroffen werden – schnell, effizient und rechtssicher. Die österreichweite Ausrollung, damit die Anwendung von allen Polizistinnen und Polizisten auf ihren Diensthandys genutzt werden kann, ist bis Ende 2026 geplant.

Diese internationale Technologieführerschaft ist durch mehrere Lizenzvereinbarungen mit Lösungsherstellern belegt, wie z. B. auch mit einem internationalen globalen Lösungsanbieter für Flughafensicherheitssysteme. Damit hat AIT eine wichtige Rolle für die globale Markteinführung dieser neuen Technologie eingenommen. Darüber hinaus liefert das AIT- Zertifizierungs-Know-how und Werkzeuge für das deutsche Bundesamt für Sicherheit (BSI) und betreibt mit der globalen Informationsplattform www.responsible-biometrics.org eine Kooperation mit dem Office of Counter- Terrorism der Vereinten Nationen (UNOCT). In den Bereichen Sensorfusion und Next Generation Sensorik besitzt AIT rund 15 Patente.

Durch diese Technologieentwicklung „Made in Austria“ leistet das AIT einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität der EU sowie zur globalen Sicherheitsinfrastruktur.