Das leichte und dennoch sehr feste Metall Titan ist in der Luftfahrt unverzichtbar. Allerdings gilt die Umformung der häufig eingesetzten α-β-Titanlegierung Ti-6Al-4V als besonders anspruchsvoll. Konventionelle Verfahren sind energieintensiv und komplex – beim sogenannten „Superplastischen Umformen“ (SPF) werden sehr hohe Temperaturen (z. B. 840–930 °C für Ti-6Al-4V) und niedrige Umformgeschwindigkeiten benötigt. Zudem kann sich bei langer Hochtemperaturexposition an der Luft eine spröde, sauerstoffreiche „α-case“-Schicht bilden, die anschließend aufwendig entfernt werden muss.


