Die LINZ AG steht vor der Herausforderung, ihr Fernwärmesystem bis 2040 vollständig von fossilen Brennstoffen zu befreien und dafür eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden. Um diesen Transformationsprozess optimal zu gestalten, beauftragte die LINZ AG das AIT mit der Erstellung der Studie „Energieerzeugung 2030+“, die eine kostenoptimale Dekarbonisierungs-Strategie für das Linzer Fernwärmesystem entwickelte. Mithilfe detaillierter Modellierungen und Analysen wurden verschiedene Szenarien zu Energiepreisen, Versorgungsoptionen und künftigen Fernwärmebedarfen untersucht. Die Ergebnisse ermöglichen es der LINZ AG, ihre Investitionen gezielt zu steuern und langfristige Planungssicherheit zu gewinnen.
Die Studie zeigt, dass ein wirtschaftlich tragfähiger, klimaneutraler Erzeugungsmix aus je einem Drittel Reststoffheizkraftwerken, Powerto- Heat-Technologien (wie etwa Elektrodenkesseln und Großwärmepumpen) sowie erneuerbaren Energiequellen besteht. Elektroheizkessel und Großwärmepumpen erweisen sich in allen Szenarien als wirtschaftlich vorteilhaft. Speicherlösungen, insbesondere großvolumige Kavernenspeicher mit bis zu einer Million Kubikmetern, bieten bei steigenden Energiepreisen erhebliche Einsparpotenziale. Diese fundierten Erkenntnisse ermöglichen der LINZ AG, frühzeitig in die richtigen Technologien zu investieren und so ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in einem dekarbonisierten Marktumfeld zu sichern.
Obwohl der Wegfall von Erlösen aus der derzeitigen Kraft-Wärme-Kopplung zunächst zu höheren Wärmegestehungskosten führt, kann die Nutzung industrieller Abwärme erhebliche wirtschaftliche Vorteile eröffnen. Durch eine gezielte Integration dieser Wärmequellen kann die LINZ AG nicht nur ihre Dekarbonisierungsziele effizient erreichen, sondern auch langfristig stabile und wettbewerbsfähige Wärmepreise sicherstellen.
Mit der AIT-Analyse hat die LINZ AG eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage, um ihre Fernwärmeversorgung zukunftssicher aufzustellen. Die enge Zusammenarbeit mit dem AIT sichert den Zugang zu innovativen Technologien, von denen auch andere Städte wie Salzburg und Wien bereits profitieren.


