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AIT Cyber Range zur Sicherung kritischer Infrastruktur

15.04.2026

Mit der wachsenden Abhängigkeit von digitalen Systemen steigt das Risiko von Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen wie Energieversorgung, Gesundheitswesen, Transportnetzwerke oder Ministerien. Diese Angriffe können nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch die öffentliche Sicherheit und das Vertrauen in staatliche Institutionen gefährden. Es besteht daher dringender Bedarf an praxisnahen, innovativen Trainingsmethoden, die IT-Sicherheitsexpert:innen und Betreiber kritischer Infrastrukturen auf aktuelle und zukünftige Bedrohungsszenarien vorbereiten.

Die AIT Cyber Range ist eine innovative Simulationsumgebung zur realitätsnahen Nachbildung von IT-Netzwerken in sicherheitskritischen Umgebungen. Dieses bereits mehrfach ausgezeichnete System wird weltweit herangezogen, um das Abwehren von Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen zu trainieren. Damit werden weltweit maßgeschneiderte Ausbildungsangebote für Betreiber kritischer Infrastrukturen angeboten. Das AIT ist in diesem Kontext auch seit einigen Jahren das weltweit einzige „IAEA Collaborating Centre“ der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und für IT-Sicherheitstrainings in den Mitgliedstaaten zuständig.  „Die Expertise und die hochmodernen Einrichtungen des AIT ermöglichen hochwertige Schulungen und Vorführungen zum Thema Computersicherheit, die einen wesentlichen Beitrag zum Kapazitätsaufbau sowie zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten leisten können“, betonte Lydie Evrard, IAEA Deputy Director General and Head of the Department of Nuclear Safety and Security, bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens. Weiters werden u. a. auch Trainings gemeinsam mit dem United Nations Office of Counter-Terrorism (UNOCT) sowie mit der European Union Advisory Mission (EUAM) Ukraine organisiert. In Österreich zählen etwa Wien-IT und Energienetzbetreiber wie Verbund, EVN und Salzburg AG zu den Kunden des AIT. International werden Trainingsmaßnahmen in vielen europäischen Ländern (etwa Großbritannien, Slowenien oder Rumänien), im Nahen Osten (Oman, Vereinigte Arabische Emirate), in Asien (Korea, Thailand, Philippinen, Vietnam) und Südamerika durchgeführt.

„Die Expertise und die hochmodernen Einrichtungen des AIT ermöglichen hochwertige Schulungen und Vorführungen zum Thema Computersicherheit, die einen wesentlichen Beitrag zum Kapazitätsaufbau sowie zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten leisten können“, betonte Lydie Evrard, IAEA Deputy Director General and Head of the Department of Nuclear Safety and Security.

In sehr realitätsnahen Simulationsumgebungen wird trainiert, wie man Cyberangriffe erkennt und abwehrt.

Zusätzlich etablierte sich das AIT erfolgreich als Kompetenzzentrum für die Umsetzung der nationalen Cyber-Security-Simulationsübungen des Innenministeriums (BMI) mit dem KSÖ (Kompetenzzentrum Sicheres Österreich), um die Cyber-Security-Fähigkeiten bei österreichischen Betreibern kritischer Infrastrukturen zu steigern. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von hohen wirtschaftlichen oder auch gesellschaftlichen Schäden im mehrstelligen Millionenbereich geleistet.

Das AIT hat sich damit für Betreiber von kritischen Infrastrukturen als EU-weites Cyber Security Competence Center für berufliche Weiterbildung etabliert. Das Serviceangebot wird laufend für weitere Betreiber von kritischen Infrastrukturen sowie Unternehmen weltweit weiterentwickelt.