Neugründung der Wiener Gesellschaft für Soziologie

AIT-Expertin Eva Buchinger im Vorstand

Auf Initiative des Wiener Sozialwissenschaftlers Rudolf Goldscheid (1870‐1931) wurde bereits 1907 eine Soziologische Gesellschaft in Wien gegründet, die bis 1934 existierte. Hauptanliegen der Vereinigung war es, Soziologie als akademisches Studienfach zu etablieren und sie an den Schulen zum Bestandteil der politischen Bildung zu machen. Neben Goldscheid zählten auch Max Adler, Carl Grünberg oder Karl Renner zu den Gründungsmitgliedern.

Unter maßgeblicher Beteiligung der AIT-Expertin Eva Buchinger (Center for Innovation Studies & Policy) wurde die Wiener Gesellschaft für Soziologie im Herbst 2016 neu ins Leben gerufen. Basierend auf Goldscheids Ideen hat es sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, aktuelle Probleme soziologisch zu beleuchten und durch Vorträge, Workshops und Kongresse die wissenschaftliche Arbeit voranzutreiben.

Am 1. Dezember 2016 fand in den Räumlichkeiten der Österreichischen Nationalbank ein erstes Symposium unter dem Titel „Aktuelle Probleme der Finanzsoziologie – die Fragestellung von Rudolf Goldscheid heute“ statt. Als Vortragende konnten von Vereinsobmann Prof. Max Haller unter anderem Prof. Ewald Nowotny (Gouverneur der Nationalbank), Werner Kogler (Abgeordneter zum Nationalrat) sowie Johannes Ditz (ehem. Wirtschaftsminister) gewonnen werden. Weitere Veranstaltungen sind für das Frühjahr 2017 geplant.

Eva Buchinger, die sich am AIT in erster Linie mit nachfrageseitiger Innovationspolitik beschäftigt, wird als Mitglied des Vorstands der Wiener Gesellschaft für Soziologie insbesondere Fragen der Innovationssoziologie aufgreifen und somit dazu beitragen, die Forschung in diesem Bereich zu befördern.