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Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Automatisierung wird die digitale Vernetzung von Produktionsprozessen in der Industrie als vierte industrielle Revolution bezeichnet. Der Begriff Industrie 4.0 wurde in Deutschland geprägt und im Rahmen der Formulierung der High-Tech-Strategie im Jahr 2012 als Zukunftsprojekt definiert. Neben diesem Begriff wird international auch häufig von Advanced Manufacturing Technologies (AMT) oder dem Industrial Internet gesprochen, die allesamt als Technologiepfade gesehen werden, die eine neue Form der Industrialisierung ermöglichen. Neben Deutschland sehen auch andere Industrieländer und die Europäische Kommission die Entwicklung neuer Produktions- und Prozesstechnologien als wesentlichsten Faktor für eine industrielle Erneuerung. 

Auf nationaler Ebene wurde der Verein „Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente Produktion“ 2015 gegründet. In einem breiten Schulterschluss wirken wichtige gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Akteure an der Gestaltung der zukünftigen Produktions- und Arbeitswelt aktiv mit. Gründungsmitglieder der Vereins sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), die Bundesarbeitskammer (BAK), der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI), die Industriellenvereinigung (IV) sowie die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE). Das Austrian Institute of Technology ist Mitglied des Vereins.

Industrie 4.0 bildete deshalb bereits einen Schwerpunkt in der EMS-Erhebung 2015 sowie den darauf basierenden Analysen. Daten aus dem EMS 2015 wurden dabei u.a. im Österreichischen Forschungs-  und Technologiebericht 2017 und 2018 angewendet, Sonderauswertungen aus dem EMS 2015 wurden u.a. für den Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) und die Industriellenvereinigung (IV) durchgeführt.

Industrie 4.0 wurde im österreichischen EMS 2015 auf zwei Arten erfasst, einerseits über die Analyse des Einsatzes von Industrie 4.0 relevanten Prozesstechniken und Produktionstechniken, der „Industrie 4.0 readiness“, andererseits über die Eigeneinschätzung zu (geplanten) Investitionen in Industrie 4.0-Techniken. Dieser Schwerpunkt wird im Jahr 2018 fortgesetzt und um Fragen zu geänderten Anforderungen in Bezug auf Qualifizierung & Kompetenzen sowie die Sicherstellung der relevanten Security & Safety  mit Bezug zu Industrie 4.0 (in Zusammenarbeit mit dem Center for Digital Safety & Security) weiter ausgebaut

Während der Begriff Industrie 4.0 noch relativ neu ist, wurde die zunehmende Bedeutung des Einsatzes moderner Produktionstechnologien bereits basierend auf den EMS Daten des Jahres 2006 im Projekt Forschung und Entwicklung zu „Manufacturing,Produktions- und Prozessmanagement in Österreich“ erstmalig vom AIT Center for Innovation Systems & Policy empirisch analysiert.

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