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SozA

Soziale und organisatorische Auswirkungen zunehmender Automatisierung im österreichischen Güterverkehrssystem

Automatisiertes Fahren und teilautomatisierte Systeme werden sukzessive auf den Markt gebracht und eingesetzt. Während damit einhergehende soziale und organisatorische Auswirkungen auf den Güterverkehr und die Transportlogistik absehbar sind, war deren Ausmaß bislang noch Gegenstand von Spekulationen.

In der Studie „SozA“ wurden unterschiedliche Automatisierungsszenarien mit einem Zeithorizont bis 2045 formuliert und deren soziale sowie verkehrlich-organisatorische Auswirkungen dargestellt. Wesentliche Bestandteile der Überlegungen waren u.a. damit verbundene Chancen und Risiken, potentielle Verlagerungseffekte und Wechselwirkungen, die Rolle der Beschäftigten, der Stellenwert der Automatisierung für die Weiterentwicklung des Güterverkehrs sowie die notwendigen Rahmenbedingungen, damit verbundene Potentiale und treibende Kräfte der Automatisierung.

Die Analysen basieren auf der Erhebung der technologischen, rechtlichen, organisatorischen und sozialen Rahmenbedingungen in Form von ExpertInnen-Interviews und einer vertiefenden Literaturanalyse. Die Bewertung des Grades und der künftigen Entwicklung der Automatisierung erfolgte auf Grundlage der Transportkettenkomponenten innerbetriebliche Logistik, Vorlauf (per Lkw), Hauptlauf (per Schiene, Binnenschiff oder Lkw), Nachlauf (per Lkw oder Schiene), Distribution sowie etwaige Sonderfälle.

Im Rahmen der ExpertInneninterviews und der Bewertung der künftigen Entwicklung der Automatisierung im Güterverkehr wurden Handlungsempfehlungen identifiziert. Diese sind nach den zu involvierenden Ministerien, Interessensvertretungen und StakeholderInnen zusammengefasst und adressieren:

Abstimmung von BMVIT, Sozialministerium und Arbeitnehmervertretungen
Beseitigung fehlender legistischer und normativer Grundlagen in den Bereichen Verantwortung der LenkerInnen, Änderungen bei den Ruhezeiten der LenkerInnen, einheitliche Definition der Haftungsfragen

Abstimmung der relevanten Ministerien zumindest auf europäischer Ebene Einheitliche Regelung Datensicherheit/-schutz, Angleichung der technischen Sicherheitsbestimmungen, Gewährleistung der Kompatibilität mit dem Bestand, Beseitigung von Informationsdefiziten, Entwicklung von Ausbildungsangeboten zur Gewährleistung der erforderlichen Qualifikation

Transportunternehmen und InfrastrukturbetreiberInnen in Abstimmung mit dem BMVIT
Länderübergreifende Koordination von Infrastruktur und Kompetenzen, Automatisierung des Umschlages beim Kombinierten Ladungsverkehr, Ausrüstung von Güterwagen mit Sensorik und Aktuatoren, Einsatz automatischer Fahrzeuge im Mischverkehr zur Verkehrssteuerung, Einführung der ATO Automated Train Operation, Erstellung von Migrationsstrategien für ein automatisches Kuppelungssystem im Bahnbereich, Strategien im Bereich Cyber Securtiy

Die daraus resultierenden FTI- und verkehrspolitischen Maßnahmen sollen einerseits die positiven Wirkungen sicherstellen und verstärken sowie andererseits die identifizierten negativen Wirkungen reduzieren.

 

Die Studie SozA wurde im Rahmen der 7. Ausschreibung des Programms Mobilität der Zukunft (Gütermobilität) vom bmvit und der FFG finanziert.

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