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Secure COnnected Trustable Things

Um das volle Potential des Internet der Dinge (IoT / Internet of Things) zu erschließen, ist es nötig in der Gesellschaft Akzeptanz von und Vertrauen in drahtlose Lösungen aufzubauen. Das europäische Projekt SCOTT (Secure COnnected Trustable Things), mit über 50 Partnern aus 10 Ländern, bringt übergreifende, kosteneffiziente Lösungen für drahtlose Konnektivität mit einer durchgängigen Datensicherheit, die das Vertrauen der Anwender rechtfertigt. Damit soll die Lücke zu einer erfolgreichen Markeinführung geschlossen werden.

SCOTT geht den wesentlichen Schritt über nur "vernetzte Dinge" hinaus, hin zu "Dingen mit vertrauenswürdiger, sicherer Kommunikation". Das Ziel sind Objekte, die durch zuverlässige drahtlose Kommunikation verbunden sind, welche die Vorgaben der Anwender zum Datenschutz auch erfüllen.
SCOTT fokussiert auf drahtlose Sensor- und Aktuator-Netzwerke sowie Kommunikation in den Bereichen Mobilität, Gebäude- und Hausautomatisierung und Gesundheit. SCOTT trägt damit zur Lösung wesentlicher gesellschaftlicher Herausforderungen in Europa, wie intelligenter, ressourcen- und umweltschonender Transport, eine sichere und inklusive Gesellschaft, sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Bürger bei. SCOTT ermöglicht effiziente, vertrauenswürdige Konnektivität und die flächendeckende Verfügbarkeit intelligenter, eingebetteter Systeme sowie komplexer Systeme-von-Systemen.

SCOTT nimmt auch die Sicht der Anwender ein und fokussiert auf Anwender-orientiertes Design. Der Nutzer/die Nutzerin bestimmen Datensicherheit und Datenschutz; deren Konfiguration soll stark vereinfacht werden. Es werden eine Metrik und ein Framework für "messbare" Datensicherheit und Datenschutz entwickelt, um so eine Kennzeichnung für Datensicherheit, Datenschutz und Verlässlichkeit von Einzel- und zusammengesetzten Systemen zu ermöglichen, die den Benutzern bislang fehlt. Das wird in Folge in eine geeignete Standardisierung übergeführt, die auch Ontologien für Konzepte der Datensicherheit und des Datenschutzes in Cyber-Physikalische Systemen sowie der Welt des IoT beinhaltet.

SCOTT setzt auf der standardisierten universellen Referenz-Architektur aus dem Vorgänger-Projekt auf (das sogenannte Bubble-Konzept von DEWI), und ist darin voll konform mit ISO 29182 - Sensor Network Reference Architecture, was Wiederverwendbarkeit, Skalierbarkeit und die Zusammenarbeit von SCOTT-Lösungen garantiert. Dies wird weiters durch die Entwicklung und den nachfolgenden Einsatz konkreter technologischer Bausteine für funktionale Sicherheit und Datensicherheit, verteilte Cloud-Anwendungen, Energieeffizienz von Systemen sowie Intelligenz für den autonomen Betrieb unterstützt, die notwendig für die Realisierung der SCOTT-Anwendungen sind. Die Modularität ermöglicht das Zusammensetzen komplexer Systeme und die Wiederverwendbarkeit der Lösungen für vertrauenswürdige, drahtlose Systeme über industrielle Domänen hinweg.
SCOTT folgt einer durch konkrete Anwendungsfälle definierten Vorgehensweise, mit mehr als 20 Use Cases aus unterschiedlichen Bereichen mit hoher Relevanz für die europäische Gesellschaft und Industrie. Besonderes Augenmerk wird Anwendungsfällen gewidmet, die mehrere Domänen und heterogene Umgebungen umfassen. Gemeinsam mit den laufenden Entwicklungen im Bereich 5G-Netzwerke und Cloud Computing soll damit ein digitales Ökosystem für größtmögliche Marktdurchdringung errichtet werden. Konkrete Resultate aus diesen Use Cases werden der Öffentlichkeit in einer Vielfalt an Demonstratoren, verteilt in ganz Europa, präsentiert werden.
Das hervorragende Partner-Konsortium von SCOTT ermöglicht die umfassende vertikale Integration auf mehreren Gebieten, vom Halbleiterhersteller zum Systemintegrator, vom Betreiber bis hin zum Endanwender. Durch das Bereitstellen von Referenzlösungen will SCOTT ein Ökosystem für vertrauenswürdige, drahtlose Systeme und Services bereitstellen, für professionelle ebenso wie für private Anwender, und damit weiteren Firmen und speziell auch Kleinbetrieben den Zugang ermöglichen. Das bewirkt in Europa einen zusätzlichen Schub im Bereich der stark wachsenden "Internet Economy".

SCOTT eröffnet neue Marktchancen für die europäische Industrie und ermöglicht es, Produkte rascher auf den Markt zu bringen. SCOTT trägt dazu bei, die Kosten für verlässliche drahtlose Systeme deutlich zu senken, beispielsweise durch neue innovative Designs und ein Baustein-System. Die entwickelten Methoden und Werkzeuge ermöglichen die Umsetzung der hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit, Robustheit, funktionale Sicherheit und Datensicherheit, auch für schwierige Umgebungsbedingungen.
Zusammenfassend wird SCOTT die Führung der europäischen Industrie in intelligenten und verbundenen Systemen sowie im Internet der Dinge (IoT) weiter stärken und zur Unabhängigkeit Europas im Bereich Datensicherheit und Datenschutz bei Komponenten und Systemen beitragen.

Facts:

  • Projektbeginn: Mai 2017
  • Projektdauer: 3 Jahre
  • Förderung: gefördert durch die FFG (IKT der Zukunft - ECSEL 3. Ausschreibung 2016)