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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Scoot&Ride

Kleinstfahrzeuge als Katalysator zur Verlagerung von Alltagswegen auf den Umweltverbund

Neuartige mobile Trendgeräte werden laufend auf den Markt gebracht und vom Einzelhandel in unterschiedlichem Umfang beworben. Einige Geräte finden breite Akzeptanz bei den Konsumenten und werden zu gängigen Fortbewegungsmitteln (z.B. Inline-Skates, Mikroroller); andere verschwinden nach nur kurzer Verkaufsdauer vom Markt. In den letzten Jahren ist ein zunehmendes Angebot an elektrischen Kleinstfahrzeugen (z.B. Hoverboards, E-Scooter, Longboards, Segways, Monowheels) zu verzeichnen, wobei die ersten von ihnen, z.B. Segways, bereits wieder vom Markt zu verschwinden beginnen. Das zunehmende Angebot an Kleinstfahrzeugen stellt die Verkehrsplanung jedoch weiterhin vor neue Herausforderungen.

Scoot&Ride untersucht das Potenzial von (manuell oder elektrisch betriebenen) Mikrofahrzeugen, das sich in mindestens drei Aspekten gezeigt hat:

  • In Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da die "letzte Meile" mit Hilfe dieser Geräte leicht zurückgelegt werden kann und diese somit eine attraktive Alternative darstellen.
  • Durch den Ersatz kurzer Fahrten mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, da Mikrofahrzeuge eine effektive Alternative darstellen.
  • Da sich die Gehdistanzen durch den Einsatz unterstützender Mikrogeräte verlängern, werden die aktiven Verkehrsmittel durch ein breiteres Aktivitätsspektrum ergänzt.

Das Projekt untersucht das Potenzial von Maßnahmen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite zur Förderung des Einsatzes von Mikrofahrzeugen, um ihre Rolle als Vermittler für die Verlagerung von Alltagsrouten auf nachhaltige Alternativen zu fördern. Alle tragbaren Geräte zur Unterstützung von FußgängerInnen, die nach österreichischem Recht als Fahrräder oder fahrzeugähnliches Spielzeug gelten, werden in der Studie berücksichtigt. Es wird erwartet, dass die entwickelten Maßnahmen das volle Potenzial von Mikrofahrzeugen, die Verkehrsverlagerungen auf nachhaltige Alternativen einleiten, erschließen werden.

In dieser Hinsicht strebt das Projekt Scoot&Ride die folgenden Hauptziele an:

  • Eine Folgenabschätzung der Nutzung von manuell oder elektrisch betriebenen Mikrofahrzeugen, beschrieben durch Mobilitätsindikatoren
  • Die Entwicklung von Handlungsempfehlungen, Maßnahmenkatalogen etc. zur angemessenen Berücksichtigung zukünftiger Trends von Mikrofahrzeugen in den Planungsprozessen der Beteiligten innerhalb und außerhalb des Projektkonsortiums

Gefördert durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms  Mobilität der Zukunft - 12. Ausschreibung (Herbst 2018).