Direkt zum Inhalt
AIT Logo

Strangguss

Der Einsatz von seriennahen, aber im Vergleich zu Produktionsmaschinen deutlich kleineren Stranggießanlagen erlaubt die Entwicklung der Anlagentechnik und die Erprobung von neuen Legierungen unter gleichen Bedingungen wie in der späteren Produktion aber in deutlich wirtschaftlicheren Versuchsmengen. Die Verbindung dieser produktionsnahen Anlagen mit wissenschaftlichen Methoden der Materialforschung erlaubt eine effiziente Entwicklung von prozessoptimierten Legierungen und industrienahe Prozessentwicklungen.

 

Unsere Services

  • Prozesstechnik im Hinblick auf Gießparameter wie Gießgeschwindigkeit, Kühlung, Schmierung, Kokillentechnik und Oberflächeneigenschaften
  • Legierungsaufbau (Wirkung der einzelnen Legierungselemente), Einstellung von Gefügemerkmalen, Abstimmung Gefüge / Wärmebehandlung
  • Schmelztechnik und Temperaturführung, Schmelzequalität (Zusammensetzung, Reinheit), Schmelzebehandlung, Kornfeinung, Veredelung
  • Charakterisierung (Spectro, Metallografie, DSC, Dilatometer)
  • Numerische Methoden der Legierungsentwicklung und Prozesstechnik: Gefüge-Simulation (MathCalc), Formfüllsimulation, Erstarrungssimulation

Das Stranggieß-Verfahren

Das Stranggießverfahren dient zur Herstellung von Halbzeugen (Vormaterial) für die Weiterverarbeitung in Umformprozessen.

  • Pressbolzen: runde oder ovale Bolzen für Stangen oder Hohlprofile in vielfältigen Querschnitten
  • Walzbarren: rechteckigen Barren für Bleche

Je nach Gießrichtung unterscheidet man zwischen dem vertikalen und dem horizontalen Stranggießen:

Beim vertikalen Strangguss werden die Bolzen bzw. Barren nach unten aus der Gießanlage abgezogen. Nach dem Erreichen der maximalen Tiefe der Anlage wird der Abguss gestoppt und die Stränge aus der Gießgrube herausgehoben.

Beim horizontalem Strangguss werden die Stränge horizontal aus der Gießanlage abgezogen und mit fliegenden Sägen in die geforderten Längen geschnitten. Der Guss läuft kontinuierlich solange sich Metall im Gießofen befindet.