Direkt zum Inhalt

Smart City Villach

Umsetzung der "Vision einer intelligenten Stadt"

Zielsetzung

Ziel dieses Projektes war die Entwicklung eines integrativen Projektplanes zur Realisierung von Smart Grids, der neuartige Speicherkonzepte für Wohngebiete an einem Demo-Standort in Villach kombiniert. Die Projektbegünstigten wurden durch die Einführung eines Smart City Energy Clubs und von Energie-Praxisgemeinschaften proaktiv eingebunden.
Beschreibung des Projekts

Die "Smart City Vision" von Villach wurde in mehreren Phasen realisiert. Zunächst wollte die Stadt in der Umsetzungsphase ein Smart Grid aufbauen; ein wesentliches Ziel des Projektes war daher die Analyse der bestehenden Stromnetzinfrastruktur, um den bestmöglichen Aufbau für ein Smart Grid im Stadtgebiet zu finden. Im Mittelpunkt des technologischen Konzepts stand die Aufrüstung des Netzes, einschließlich der Einführung intelligenter Messgeräte und intelligenter Transformatoren. Dies ermöglichte eine Lastflussanalyse und Netzmodellierung für den Entwurf des Netzleitsystems. Darüber hinaus wurde eine neue Forschungseinrichtung eingerichtet, neue Geschäfts- und Finanzierungskonzepte entwickelt und eine Online-Plattform eingerichtet.

Um die Endbenutzer aktiv einzubeziehen, wurde ein "Living Lab"-Ansatz angewandt. Im Rahmen des LIVING Lab Villach nahmen 700 Haushalte an dem Beobachtungsprojekt teil, und 184 Interviews wurden durchgeführt, um die Endnutzer einzubinden und ein besseres Verständnis ihrer Energieverbrauchsmuster und -gewohnheiten zu erreichen. Das LIVING Lab Villach brachte Bürger und Experten zusammen und bot die Möglichkeit, technologisches Wissen und Benutzererfahrungen auszutauschen, wodurch auf beiden Seiten neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

Wichtigste Schlussfolgerungen/Ergebnisse/Errungenschaften

  • Künftig müssen aufgrund des steigenden Anteils erneuerbarer Energiequellen viele stationäre Speicher zur Entlastung des Netzes eingesetzt werden, und nur ein bescheidener Netzausbau führt zum Abschalten der regenerativen Stromerzeuger.
  • Umweltfreundliches Energieverhalten wird in hohem Maße durch das Alter und das Gesundheitsbewusstsein eines Menschen beeinflusst.
  • Die Interviewergebnisse zeigten, dass persönliche Motive und Werte nicht die wesentlichen Treiber für ein energiefreundliches Verhalten sind. Die Lebensbedingungen, der familiäre Kontext und die täglichen Haushaltsroutinen sind die einflussreichsten Faktoren.
  • Für eine Veränderung des Energieverhaltens sollten soziale Normen und andere Einflussfaktoren, wie z.B. langfristiges Denken oder Gesundheitsbewusstsein, angesprochen werden.

Fördergeber

FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft