Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf den Kultur- und Kreativsektor – und wie gehen Institutionen und Kreativschaffende damit um? Dieser Frage geht der soeben erschienene “Assessment Report on the Impact of Artificial Intelligence in the Cultural and Creative Sectors (CCS)“nach.
Der Bericht entstand im Rahmen des Creative-Europe-Projekts WONDERCUT mit Beteiligung des AIT Centers for Innovation Systems & Policy und analysiert die Chancen, Herausforderungen und Implikationen von Künstlicher Intelligenz für Kulturinstitutionen und Kreativschaffende. Methodisch basiert er auf einer Policy-Analyse, Fokusgruppen mit Studierenden und Lehrenden sowie auf einer Befragung und vertiefenden Interviews mit Expert:innen aus dem Kultur- und Kreativsektor.
Die Ergebnisse zeigen: Museen und Kultureinrichtungen experimentieren bereits mit KI – insbesondere in den Bereichen Besucher:innen-Interaktion, Sammlungsmanagement und kuratorische Praxis. KI wird dabei als relevantes und zunehmend notwendiges Werkzeug wahrgenommen. Gleichzeitig betonen die Akteur:innen die Bedeutung klarer ethischer Leitlinien, gezielter institutioneller Kompetenzentwicklung und des Erhalts künstlerischer Autonomie.
Fazit: KI ist weder Bedrohung noch Wundermittel, sondern ein machtvolles Instrument, dessen Wirkung maßgeblich davon abhängt, wie verantwortungsvoll und reflektiert es eingesetzt wird.