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Symbolfoto: Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung

AIT präsentiert auf der Vision 2016 neue Bildverarbeitungstechnologie mit Imago und NXP

22.09.2016
ARM A72 Multicore Vision System – eine neue Generation schneller und robuster Bildverarbeitungsrechner mit langfristiger Verfügbarkeit
 

Auf der Messe VISION 2016 präsentiert AIT in Kooperation mit Imago Technologies GmbH und NXP unter dem Messe-Motto “Embedded Vision” eine völlig neue Generation von Bildverarbeitungsrechnern - das ARM A72 Multicore Vision System.

ARM-Architekturen erobern zusätzlich zu Smartphones und Tablets nun auch verstärkt den industriellen Markt, da diese den Anforderungen in der Bildverarbeitung nach immer leistungsfähigere Multicore-Prozessoren entsprechen.

NXP (vormals Freescale) beschäftigt sich mit diesem Thema und hat unter dem Namen LS2088 einen 2GHz ARM72 8-Kern-Prozessor für robuste industrielle Anwendungen im 24/7 Betrieb entwickelt. Das Unternehmen Imago Technologies, bekannt als Hersteller der VisionBox mit allen erforderlichen Schnittstellen zur Bildverarbeitung, erweitert nun seine Plattform mit der VisionBox “LeMans” mit integriertem LS2088. Das AIT mit seinem Know-how im Bereich der Hochleistungsbildverarbeitung hat für die VisionBox “LeMans” innovative Lösungen entwickelt und dabei die Optimierungsmöglichkeiten im LS2088 voll ausgeschöpft. Die Vision Systeme der nächsten Generation brauchen diese hochparallelen Architekturen zur Erhöhung der Rechenleistung, da die Taktfrequenzen bereits an die technologischen Grenzen stoßen. Industrielle Umgebungen erfordern Embedded Systeme auch für parallele Architekturen. 

Bei der VISION 2016 wird nun ein derartiges Echtzeitsystem zur Hochleistungsbildverarbeitung vorgestellt, bestehend aus der VisionBox “LeMans” und der netzwerkfähigen Hochleistungskamera xposure mit integrierten 2x 10 GigE Vision Schnittstellen. Mit diesem Flaggschiff kann auf der VISION 2016 gezeigt werden, dass mehr Rechenleistung eine schnellere Verarbeitung der Kameradaten erlaubt und immer intelligentere Algorithmen für die Bildverarbeitung eingesetzt werden können. Der in der VisionBox “LeMans” integrierte LS2088 führt zu einer weiteren deutlichen Leistungssteigerung.

Auf der VISION 2016 wird Imago Technologies die VisionBox “LeMans”, einschließlich  PCIe Slots, in einer Demoversion mit Hilfe der Bildverarbeitungsbibliothek Halcon erstmals vorstellen. Diese Bibliothek unterstützt alle 8 Prozessoren und die entsprechenden NEON Befehle.
Das Ziel von Imago, AIT und NXP ist der Einsatz des Systems in Anwendungen, die hohe Rechenleistungen erfordern sowie die Bereitstellung weiterer Schnittstellen zusätzlich zu den Kameras.  Komponenten wie z.B. die Prozessoren können über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren geliefert werden, also doppelt so lange wie branchenüblich. Eine serienmäßige Lieferung der Maschinen und Systeme ist daher auf lange Sicht garantiert.

Über Imago Technologies GmbH: Das 1994 gegründete Unternehmen bietet Herstellern von Seriensystemen speziell optimierte VisionBoxes basierend auf Prozessoren von Texas Instruments, Intel und NXP. Ein Technologiebausatz umfasst Kamera, I/O, LED Controller, Ethernet- und Feldbusschnittstellen. Zusätzlich zu den Standardprodukten lässt sich damit schnell und einfach ein ODM (Original Design Manufacturing) Design zusammenstellen. Abhängig vom Prozessortyp laufen die Systeme im Echtzeitbetrieb auf RT Linux, Linux oder Windows Embedded. Imago beliefert Kunden im Bereich industrielle Bildverarbeitung und Verkehrssteuerung sowie Gerätehersteller, wobei das Hauptaugenmerk stets auf optimierter Bildverarbeitungsfunktionalität liegt.
Namenswahl für die VisionBox “LeMans”: Diese neue Rechnergeneration hat ihren Namen vom 24-Stundenrennen in der gleichnamigen französischen Stadt. Robustheit ist neben neuester Technologie und Geschwindigkeit im industriellen Alltag unentbehrlich. Die VisionBox ist seit 1998 auf dem Markt. Das neueste Flaggschiff soll seine Exklusivität auch durch seinen französischen Namen unterstreichen.  Imago startet nun sein unternehmensinternes Rennen und hat sich zum 20-jährigen Jubiläum der VisionBox die Serienproduktion der drei Plattformen zum Ziel gesetzt (VISION 2018).

Über AIT Austrian Institute of Technology
Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und ist unter den europäischen Forschungseinrichtungen der Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Das Digital Safety & Security Department  entwickelt zukunftsweisende Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für den sicheren und zuverlässigen Betrieb von kritischen Infrastrukturen. Auf dem Gebiet der Hochleistungsbildverarbeitung hat das Department im technologischen und wissenschaftlichen Bereich eine international anerkannte Stellung erlangt. Mehr als 100 ExpertInnen betreiben Spitzenforschung auf dem Gebiet intelligenter Bildverarbeitungssysteme wie etwa “High-Performance Vision” und “3D Vision and Modeling” – in enger Zusammenarbeit mit Key Playern in Wirtschaft, Wissenschaft und dem öffentlichen Sektor. Einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil bildet dabei die enge Verknüpfung von hochentwickelten wissenschaftlichen Algorithmen einerseits und technologischer Expertise in der effizienten Implementierung (Software und dedizierte Hardware) andererseits.

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