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Eine Gesamtübersicht über das Projekt EMILIA finden Sie hier:

https://www.ait.ac.at/themen/lightweight-components/projects/emilia/

http://www.emilia-project.at/

 

 

Innovative Logistikkonzepte

Die Herausforderung in der urbanen Güterlogistik ist es, immer dichter besiedelte Gebiete wie Wien flexibel, effizient und umweltfreundlich zu beliefern. Im Rahmen von EMILIA wurden unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Elektromobilität und in erster Linie für den urbanen Raum innovative Logistikkonzepte entwickelt. „Städte stellen spezielle Anforderungen an Fahrzeuge. Platzmangel und Zufahrtsbeschränkungen erschweren Lieferungen durch herkömmliche Lkw. Deshalb werden bei EMILIA alternativ angetriebene Transportfahrzeuge entwickelt bzw. technisch optimiert“, erklärt DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer des Projektpartners Austrian Mobile Power.

Open Innovation zur Einbindung von NutzerInnen

Am Anfang des Projekts stand ein Open Innovation Prozess – in einem zweimonatigen Online-Wettbewerb auf der Innovationsplattform Neurovation.net wurden 85 Ideen zur Güterlogistik eingebracht. So konnten künftige Kundenbedürfnisse abgefragt werden, welche in anschließenden Expertendiskussionen berücksichtigt wurden und in die Konzept- und Technologieentwicklung eingeflossen sind.

Der Stakeholder Workshop am AIT © AMP

Gemeinsam mit Stakeholdern aus Logistik, Wissenschaft, Städte- und Verkehrsplanung und Politik wurden im Anschluss an den Open Innovation-Prozess aktuelle Trends und zukünftige Anforderungen und Lösungsansätze für die urbane Güterlogistik diskutiert. Im Fokus standen die Themen Kundenbedürfnisse, Logistikkonzepte, Transportmittel und Öffentlicher Raum.

 
Fazit: Zukünftige Konzepte und Transportmittel für den Einsatz in der urbanen Güterlogistik müssen nicht nur ökologisch, sondern auch praxistauglich, effizient und ökonomisch sinnvoll sein.


Basierend auf den Ergebnissen des Online-Wettbewerbs, des Stakeholder-Workshops, sowie den Anforderungen der Anwender im Projektkonsortium, wurden Logistikkonzepte entwickelt, um bestehende Prozesse für E-Fahrzeuge zu optimieren, bzw. gänzlich neue Konzepte gleich vom Anfang an durch E-Mobilitätslösungen zu unterstützen. Um operative Lösungen für die erarbeiten Konzepte zu finden, wurden Optimierungsmethoden angewandt und in Software-Applikationen übergeleitet. 

Die in EMILIA entwickelte Routing-App © Signon

Smarte Optimierungsmethoden für den Einsatz in der Güterlogistik

Die in EMILIA entwickelten Logistikkonzepte sollen den Einsatz von E-Fahrzeugen in der Güterlogistik verbessern und zielen auf mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Kundenservice ab.

Das am AIT entwickelte Planungstool basiert auf Optimierungsalgorithmen aus dem Bereich des Operations Research, welche es ermöglichen, die eingesetzten Elektrofahrzeuge bestmöglich auszulasten, Wegzeiten zu minimieren und KundInnen umweltfreundlich und effizient zu beliefern.

Auf Basis der Optimierung entstand eine smarte Routing-Applikation für den Einsatz in der Güterlogistik. Die Firma Signon entwarf die Benutzeroberfläche für die App, die als Desktop App und als mobile Version verfügbar ist. Die Routing-App kommt in der Demonstrationsphase für die Zustellungen bei BILLA, DPD und Schachinger zum Einsatz.

Der Demobetrieb - EMILIA geht auf die Straße

Umweltfreundlich, schnell und zuverlässig zu den KundInnen

In der Demophase von EMILIA kommen die Logistikkonzepte, die entwickelte Routing-Software und die technisch weiterentwickelten Fahrzeuge zum Einsatz. Die Demonstration soll zeigen, dass der Einsatz neuer elektrischer Transportmittel sowohl einen ökologischen als auch einen ökonomischen Mehrwert für die urbane Logistik bringen kann. Der Demobetrieb findet 2017 auf ausgewählten Routen in Wien und Oberösterreich bei den Projektpartnern DPD, REWE und Schachinger statt.

 Publication

 M. Reinthaler, P. Nolz, B. Ganev:
"Gütermobilität 4.0: Vernetzt und elektrisch - Logistiktrends gestalten und nutzen";
e & i Elektrotechnik und Informationstechnik, - (2015), Volume 132, Issue 7.

J. Asamer, A. Graser, B. Heilmann, M. Ruthmair:
"Sensitivity Analysis for Energy Demand Estimation of Electric Vehicles";
Transportation Research Part D, 46 (2016), S. 182 - 199.