Unter „Industrie 4.0 readiness“ ist nicht zwingend bereits der Einsatz von Industrie 4.0 im engeren Sinne zu verstehen sondern der Einsatz von Techniken, die für die Realisierung von Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung sind. Eine besondere Rolle spielen dabei generische Prozesstechnologien. Fünf davon wurden als maßgeblich für den Grad der „Industrie 4.0 readiness“ identifiziert:

  • Softwaresysteme zur Produktionsplanung und -steuerung (z.B. ERP-System)    
  • Echtzeitnahe Produktionsleitsysteme (z.B. Systeme mit zentraler Maschinen-/Prozessdatenerfassung, MES)
  • Digitaler Austausch von Dispositionsdaten mit Zulieferern bzw. Kunden (Supply-Chain-Management-Systeme SCM)
  • Techniken zur Automatisierung und Steuerung der internen Logistik (LOG, z.B. Lagerverwaltungssysteme, RFID)
  • Product-Lifecycle-Management-Systeme (PLM)

 

Diese fünf für Industrie 4.0 relevanten Prozesstechniken finden grundsätzlich Anwendung in allen Branchen.  Darüber hinaus wurden sechs weitere für Industrie 4.0 relevante Produktionstechniken im EMS 2015 identifiziert, deren Verbreitung und Bedeutung stärker von der Branche aber auch der Betriebsgröße abhängig ist:

  • Industrieroboter für Fertigungsprozesse (z. B. für Füge oder Oberflächenbearbeitung, Lackieren, Reinigen)
  • Industrieroboter für Handhabungsprozesse (z. B. für Einlege-/Bestückungs-/Sortier-/Verpackungsprozesse)
  • Generative Fertigungsverfahren zur Herstellung von Prototypen (z. B. 3D-Druck, SLS, SLT, SLM, EBM-Verfahren)
  • Generative Fertigungsverfahren in der Serienfertigung (auch Einzel-/Kleinserie oder Ersatzteile)
  • Technologien für die sichere Mensch-Maschine-Kooperation (z. B. kooperative Roboter, „zaun-freie“ Stationen etc.)
  • Digitale Techniken für die Erbringung von Dienstleistungen (DDT, z.B. Mobile Endgeräte, Sensortechniken für Teleservice, Virtual/Augmented Reality Anwendungen)