Kamerakalibrierung und –lokalisierung

Der Forschungsbereich analysiert die geometrischen Eigenschaften von willkürlich platzierten Kameras sowie ihre räumlich-zeitliche Relation zu bewegten Personen in einem Überwachungssystem, um Möglichkeiten zur Selbstkalibrierung zu entwickeln. Mit Hilfe rein visueller Informationen kann so ein Netzwerk von nicht oder nur leicht überlappenden Kameras vollautomatisch kalibriert werden. Eine weitere patentrechtlich geschützte Lösung von großer praktischer Relevanz nutzt das sogenannte SfM-Verfahren ("Structure from Motion") und eine externe Bildsequenz, um die 3D-Position von stationären Überwachungskameras in einem großen Netzwerk abzuleiten. Diese Möglichkeit zur Selbstkalibrierung und -lokalisierung ist vor allem für große Kameranetze in Flughäfen oder Einkaufszentren von Bedeutung.

Anwendungsbeispiel: Bildbasierte Lokalisierung

Die Lokalisierung in Innenräumen ist ein noch nicht befriedigend gelöstes Problem, da satelliten- und funkgestützte Systeme hier nicht funktionieren oder zu ungenau sind. AIT-Forscherinnen und Forschern ist es gelungen, eine gänzlich neuartige Lösung mit Hilfe der Bildverarbeitung zu entwickeln. Das System macht sich die Tatsache zunutze, dass sich jede Umgebung in ihrem Aussehen von anderen unterscheidet und erlaubt damit die Lokalisierung in Innenräumen auf rein visueller Basis. Durch Analyse des Bildinhalts und Vergleich mit einem zuvor erstellten visuellen Modells lassen sich Überwachungskameras oder Mobiltelefone in Echtzeit lokalisieren. Erste Studien haben gezeigt, dass diese Lösung um vieles genauer ist als herkömmliche Systeme.

Referenzprojekte: