EMC² - Embedded Multi-Core systems for Mixed Criticality applications in dynamic and changeable real-time environments

EMC² ist ein ARTEMIS Joint-Undertaking-Projekt im Innovations-Pilotprogramm "Computing platforms for embedded systems" (AIPP5).

Eingebettete Systeme sind ein wichtiger Innovationstreiber, um mechatronische Produkte zu verbessern und mit sicheren, effizienten und neuen Funktionalitäten auszustatten. Sie unterstützen die heutige Informationsgesellschaft, indem sie Kommunikation zwischen Systemen ermöglichen. Eine große Herausforderung für die Industrie ergibt sich aus der Notwendigkeit, verschiedene Anwendungen mit unterschiedlichen Kritikalitätsstufen kosteneffizient auf einer Computing-Plattform in einem offenen Kontext zu integrieren und dabei den erforderlichen, teilweise sehr hohen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen zu genügen.

EMC² findet Lösungen für adaptive, dynamische und offene Systeme und unterstützt die Handhabung von gemischt-kritischen Anwendungen unter Echtzeitbedingungen auf derselben Plattform unter Nutzung von verteilten multi-core Komponenten und Subsystemen. Durch den gesamten Lebenszyklus soll Skalierbarkeit mit einem Höchstmaß an Flexibilität durch umfassende Entwicklung und Verwaltung mittels integrierten Werkzeugketten gewährleistet werden.

Das Ziel von EMC² ist es, Multi-core-Technologie in allen relevanten Domänen von eingebetteten Systemen zu etablieren. Der Beitrag von AIT in EMC² ist es, Methoden und technische Lösungen für einen ganzheitlichen Ansatz der Systementwicklung in Bezug auf Safety, Security und Zuverlässigkeit (Analyse, Design und Test/Validierung) zu erforschen, entwickeln und zu validieren. Dabei werden unternehmenskritische und Echtzeit-Anforderungen von eingebetteten Netzwerken von multi-core- und gemischt-kritischen Systemen berücksichtigt.

Beispiele für Anwendungsfälle sind:

  • Vernetzte Steuergeräte für Fahrzeuge, die Anwendungen mit verschiedenen Kritikalitätsstufen beinhalten
  • Integration von mehreren Kommunikationskanälen mit verschiedenen Anforderungen (Echtzeit, Safety und Security) in ein gemeinsames Netzwerk
  • Robustheit neuartiger visueller 3D-Erkennungs und Inspektionssysteme für die Qualitätssicherung in der Produktions- und Fertigungstechnik
  • Autonome und ferngesteuerte U-Bahn-Systeme
  • Multikamera-Tracking in Kameranetzwerken mit Quality-of-Service- und Echtzeitkommunikation
  • Entwicklung neuartiger service-orientierter Middleware auf heterogener Multicore-Hardware für Multikamera-Tracking

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Facts:

  • Projektbeginn: April 2014
  • Projektdauer: 36 Monate
  • Budget: € 95 Millionen
  • Förderung: € 27 Millionen (EU), € 16 Millionen (Nationale Fördergeber)
  • Koordination: Infineon Technologies AG Germany
  • Partner: 100 von 16 europäischen Ländern, z.B. AIT Austrian Institute of Technology, TTTech Computertechnik AG, Frequentis AG, ITI, AVL List GmbH, Advanced Digital Sciences Center (ADSC) - Singapur