Mobilität und Transport ist ein integraler Bestandteil unseres Alltags und der Motor der heutigen Gesellschaft. Allerdings würde das unveränderte Vorgehen wie bisher bis 2030 zu einer Erhöhung der Emissionen von etwa 40% führen. Daher sind ernsthafte Maßnahmen aus dem öffentlichen und privaten Sektor erforderlich, um die CO2 Emissionen im Verkehr zu reduzieren. Die Verkehr Strategie 2050 der Europäischen Kommission setzt Ziele für die verschiedenen Verkehrsträger. Um die Emissionen zu senken, muss entweder das gesamte Transportvolumen reduziert oder eine Umstellung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger wie (Binnen-) Schifffahrt oder Eisenbahn erfolgen. Hier kommt die Grundidee von CEE Riverbridge ins Spiel: Um die Umstellung von der Straße auf die Wasserstraße zu erleichtern, müssen regelmäßige Verbindungen angeboten werden, die leicht zugängliche und interoperable Methoden zur Umladung von Lasten des LKWs auf das Schiff oder sogar zum Laden des kompletten LKWs auf das Schiff bieten. Die derzeit verfügbaren Methoden für die Verladung von LKWs auf Schiffe (Roll-on / Roll-off-Schiffe) erfordern eine erheblich platzaufwändige und teure Infrastruktur in den Häfen / Terminals.

Regalsystem in dem Container und LKWs eingeschlichtet sind

Neuartiges Regalsystem

In diesem Projekt nutzen wir die Technologie eines neuartigen Regalsystems, das in der Patentnummer EP 2102056 A1 beschrieben ist. Dieses System kann mit verschiedene Ladeeinheiten wie Container, Trailer oder sogar komplette LKWs umgehen, siehe Abbildung 1 für eine grafische Darstellung.
Darüber hinaus werden Geräte für Umladungsvorgänge beschrieben, die sich leicht an Standard-Kai-Kränen montieren lassen, die in Abbildung 2 skizziert sind. Dieses Regalsystem ist besonders geeignet für den Einbau auf Binnenschiffen und daher wird die Machbarkeit eines regelmäßigen Dienstes, der z.B. jeden Montag und Donnerstag durchgeführt wird und ein solches Stapelsystem nutzt, untersucht. Das Ziel ist zuverlässige Verbindungen zu schaffen, die Seehäfen mit Binnenhäfen und dem Hinterland verbindet. In einem ersten Schritt liegt der Schwerpunkt auf dem oberen Donauraum, für den in Abbildung 3 potenzielle Linienverkehrsdienste gezeigt werden.

Kran der Container und LKWs auf ein Schiff transportiert

Beladung eines Flats auf ein Schiff

Aufzeichnung der verschiedenen Routen

Potentielle Fahrten

Vor Beginn eines solchen Dienstes müssen zahlreiche offene Fragen beantwortet werden, die in CEE Riverbridge untersucht werden, z. B.:

  • Können regelmäßige Fahrten unter der Berücksichtigung von Beeinträchtigungsfaktoren wie Verkehrsaufkommen und / oder Schleusen entlang der Wasserstraße sowie natürliche Einflüsse wie etwa niedriges / hohes Wasser und Vereisung garantiert werden?
  • Welche Anpassungen an die Häfen und deren Arbeitsabläufe sind notwendig, was sind die Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette und was sind die notwendigen Anpassungen an die Schiffe für die Montage solcher Regalsysteme?
  • Was ist die richtige Ausstattung (z.B. welche Schubboote kommen in Frage) basierend auf Schätzungen von zu erwartetem Gewicht und Nutzungsrate?
  • Was sind die gesamtheitlichen monetären und ökologischen Auswirkungen und Implikationen?


Fakten

  • Start des Projekts: 12/2015
  • Laufzeit des Projekts: 18 Monate
  • Fördergeber: ERA-NET Maritime Technologies II -- MARTEC II
  • Koordinator: AIT Austrian Institute of Technology GmbH
  • Partner:
    o AIT Austrian Institute of Technology GmbH
    o RIGA-Garagen Produktions & VertriebsgmbH
    o SKILLZ - Strategie, Beratung, Beteiligung GmbH & CO KG
    o SC NAVROM SHIPYARD SRL
    o Süddeutsche Consultants Gbr
    o FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH, Logistikum Campus Steyr