Zukunftsorientierte Kooperation für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung

Unternehmen müssen in Zukunft Wettbewerbsfähigkeit mit hohen Umweltstandards in Einklang bringen, um auf lange Sicht erfolgreich zu sein. Der Chinesisch-Österreichische Ökopark Su-Tong, der in enger Kooperation zwischen China und Österreich errichtet wird, soll als „Best Practice“ Beispiel einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung dienen. Er ist Teil des Su-Tong Science and Technology Park nahe Shanghai und wird nach streng ökologischen Grundsätzen geplant. Der 10 km² große Ökopark soll als Vorzeigeprojekt für österreichisches Know-how und Planungsexpertise in puncto Energieeffizienz, nachhaltige Energieversorgung und Smart Cities fungieren und ein attraktives Umfeld für Investoren und Unternehmen bieten. Das AIT Austrian Institute of Technology wurde aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in diesen Bereichen mit der Erstellung eines Energiekonzepts für den Ökopark beauftragt. Darüber hinaus erarbeiteten die ExpertInnen von AIT wissenschaftliche Empfehlungen für energieeffiziente Gebäudestandards, einen Cluster für Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Stadtplanung.

 

Energiekonzept

AIT führte für den Chinesisch-Österreichischen Ökopark Su-Tong eine Umsetzungsanalyse für verschiedene Energiemaßnahmen durch. Im Rahmen der Studie wurden der Energiebedarf von Gebäuden und Industrie in Form von Wärme, Kälte und Strom, Maßnahmen für eine verbesserte Energieeffizienz sowie Potenziale für lokale erneuerbare Energie sowie weitere Optionen einer kohlenstoffarmen Energieversorgung erhoben. Auf der Basis eines abschließenden Szenarienvergleichs wurden schließlich konkrete Vorschläge und Empfehlungen erarbeitet. Dazu zählen unter anderem Photovoltaik auf Dächern von Wohn- und Industriegebäuden, Solarthermie für die Warmwasserversorgung in Wohngebieten und ein Fernwärmenetz sowie Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von Erdgas für Gewerbegebiete.Szenarienberechnungen haben gezeigt, dass es mit einer Kombination dieser Maßnahmen möglich ist, den Primärenergieverbrauch des Ökoparks um 29% bis 48% bzw. die CO2-Emissionen um 34% bis 52% im Vergleich zum aktuellen Kontrollplan zu reduzieren. Zur Umsetzung der Effizienzmaßnahmen empfahlen die AIT-ExpertInnen die Einführung verpflichtender Auflagen und die Schaffung wirtschaftlicher Anreize für den Einsatz fortschrittlicher Technologien und erneuerbarer Energie, wie etwa lokale Einspeisetarife, Nettomessung oder direkte Investitionszuschüsse.

 

Österreichisches Know-how für Umwelttechnologie

In einem abschließenden Bericht wurden Empfehlungen für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zusammengefasst. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Umwelttechnologien übernehmen österreichische Unternehmen dabei eine zentrale Rolle. Der Chinesisch-Österreichische Ökopark Su-Tong bietet heimischen Unternehmen eine große Chance, durch innovative Produkte und Technologien auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Viele Unternehmen haben bereits großes Interesse an der Mitwirkung an diesem zukunftsorientierten Projekt bekundet, das vom chinesischen Handelsministerium und dem Bundes-ministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend in enger Kooperation mit der österreichischen Wirtschaftskammer initiiert wurde.