Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit

Mit dem europäischen SET-Plan („Strategic Energy Technology Plan“) will die Europäische Kommission die konkrete Umgestaltung städtischer Energiesysteme in Richtung Nachhaltigkeit vorantreiben. Um die österreichischen Städte und Regionen für eine Beteiligung am SET-Plan fit zu machen, hat der Klima- und Energiefonds das Förderprogramm der Bundesregierung „Smart Energy Demo – FIT for SET“ ins Leben gerufen. Dabei sollen bereits ausgereifte Technologien wie Photovoltaik, Solarthermie oder Kraft-Wärme-Kopplung mit umfassenden Nachhaltigkeitskonzepten zu Gesamtsystemen verbunden werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, für die das AIT seine langjährige interdisziplinäre Erfahrung zur Verfügung stellt.

 

Ganzheitlicher Ansatz

Konkret geht es dabei um das Zusammenspiel von Energiebelangen mit den Themen Mobilität, Wohnen, Wasser, Abfall, Lebensqualität etc, das in zukunftstauglichen Energiekonzepten aktiv gestaltet werden muss. Unter diesen Vorgaben wurden die österreichischen Städte und Regionen aufgefordert, ihre langfristigen Visionen zu einer nachhaltigen Energiezukunft bis 2050 zu formulieren, eine mittelfristige Roadmap mit entsprechendem Maßnahmenkatalog zu erarbeiten und schließlich einen konkreten Aktionsplan für die Realisierung von Demonstrationsprojekten bis 2015 zu entwickeln. Dieser Prozess wurde in interdiszplinär zusammengesetzten Foren durchgeführt, in denen Stakeholder aus Stadtverwaltung, Energievorsorgungsunternehmen, Forschung und Industrie technische sowie nicht-technische Lösungen erarbeiteten. Wesentliche Kriterien sind dabei die Verbesserung der Treibhausgasbilanz durch neue Technologien, optimierte Energiesysteme, sanfte Mobilität sowie die Realisierungschancen der geplanten Maßnahmen. Dabei bilden bestehende Planungsdokumente zu Stadtentwicklung, Energieeffizienz, Klimaschutz etc. den Ausgangspunkt, um darauf aufbauend die Energiezukunft einer Stadt und Region integrativ zu gestalten.

 

Die Vorreiter

Rund die Hälfte der teilnehmenden österreichischen Städte griffen für ihre Strategieentwicklung auf AIT-Know-how zurück, einige nutzten es auch zur praktischen Umsetzung ihres Aktionsplans und für die Entwicklung von Demonstrationsprojekten. So profitierten neben Wien auch Salzburg, Linz, Innsbruck, Bregenz, Graz, Amstetten, Wörgl, Villach und Bruck von der profunden Nachhaltigkeitsexpertise des AIT. Um die ProjektpartnerInnen jeder Stadt bei der Auswahl der wirksamsten Maßnahmen zu unterstützen, haben die AIT-ForscherInnen ein maßgeschneidertes Decision Support-System entwickelt. Dabei wird mit Hilfe von Simulationsmodellen aufbauend auf den lokalen Rahmenbedingungen ermittelt, welche nachhaltigen Technologien ausgebaut und welche zusätzlichen Maßnahmen gesetzt werden müssen, um die jeweils angestrebte CO2-Reduktion bzw. Energieeinsparung zu erreichen.