links: Brücke mit darüberfahrenden Autos umgeben von Wasser; rechts: animation mit einem Auto, einem Zug, einem Flugzeug und Menschen

SEAMLESS steht für Sustainable, Efficient Austrian Mobility with Low-Emission Shared Systems und ist ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Mobilitätslösungen von morgen.

Derzeit ist in Österreich eine Vielzahl von Dienstwagen im Einsatz, die zum Großteil Einzelpersonen zugewiesen sind. E-Fahrzeuge werden bislang nur selten genutzt, da Firmen-Fahrzeuge meist unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen (z.B. sowohl kurze als auch lange Strecken; private und dienstliche Fahrten), wofür rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge aktuell nicht in Frage kommen. Innovative betriebliche Mobilitätskonzepte bieten eine große Chance für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Firmenumfeld.
In SEAMLESS sollen unterschiedliche betriebliche (e-)Flottenkonzepte entwickelt, analysiert und demonstriert werden. Insbesondere sollen dabei innovative Mobilitätskonzepte (car sharing im betrieblichen Kontext mit verstärkter Anbindung an bestehende alternative multimodale Mobilitätslösungen) untersucht und demonstriert werden. Der Ansatz des Projektes ist es, das betriebliche Umfeld möglichst ganzheitlich zu betrachten. So werden als Anwendungsfälle sowohl innerbetriebliche Dienstwagenflotten als auch zwischenbetriebliche, kooperativ genutzte Flotten berücksichtigt. Basierend auf diesen beiden Anwendungsfällen werden unterschiedliche Geschäfts- und Betreibermodelle entwickelt und analysiert. Wesentliche Punkte bei der Einführung neuer Mobilitätskonzepte werden die starke Einbindung und Motivation der MitarbeiterInnen sein, um damit die Akzeptanz für eine Nutzung zu fördern. Hierbei werden auch die Bedürfnisse und Anforderungen der MitarbeiterInnen erhoben und analysiert, um ein besseres Verständnis zu erhalten und daraus entsprechende Strategien zu entwickeln, diese zum Umstieg auf das neue Mobilitätssystem zu bewegen.
Neben diesen organisatorischen, wirtschaftlichen und motivationalen Aspekten spielt die technische Umsetzung eines solchen Systems eine entscheidende Rolle. Hierbei soll eine innovative betriebliche car sharing Technologie entstehen, welche eine möglichst nahtlose und unkomplizierte betriebliche Mobilität ermöglicht. Diese inkludiert Buchungs- und Verrechnungssystem sowie entsprechende Routen- und Tourenplanungskomponenten, die durch eine optimierte dynamische Fahrzeugzuteilung und –aufladung eine effiziente und bequeme Nutzung der (e-)Fahrzeuge garantieren. Auch soll durch den intelligenten Einsatz von Pufferbatterien und zu entwickelnden Energiemanagementsystemen die (potentielle) Netzbelastung niedrig und die Nutzung erneuerbarer Energien hoch gehalten werden. Schlussendlich sollen die entwickelten neuartigen Lösungen im Rahmen einer Demonstrationsphase, welche am Ende des Projekts in den Produktivbetrieb übergehen soll, getestet, analysiert und evaluiert werden. Dabei wird besonderer Wert auf das Nutzungsverhalten, die Wirtschaftlichkeit und die positiven Umwelteffekte gelegt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen der 7. Ausschreibung des Programms  „Technologische Leuchttürme der Elektromobilität“ durchgeführt.