Multireg – Regional Knowledge Creation and R&D collaboration in Europe

Eine starke Innovationsdynamik gilt generell als notwendige Grundlage für das regionale Wirtschaftswachstum. Neues Wissen ist für viele Unternehmen nicht mehr in ausreichendem Maße selbst zu generieren, sondern muss in F&E-Kooperationen in flexiblen Netzwerken gesucht werden, sowohl mit Partnern innerhalb der Region als auch global. Die Vernetzung von Regionen, und damit die Erreichbarkeit möglicher Kooperationspartner für die Unternehmen, sind dementsprechend Schlüsselfragen.

Das gegenständliche Projektvorhaben versucht mit Simulationsmethoden die Wissensproduktion in Regionen unter Berücksichtigung von Interaktionsprozessen auf der Unternehmensebene zu analysieren. Als Methodik wird eine stark empirisch geleitete Form der Agentenbasierten Modellierung (ABM) gewählt, und auf die Wissensproduktion in Europäischen Regionen (auf der Ebene der NUTS-2-Regionen) angewendet.

Das Projekt verfolgt dabei drei verschiedene Ziele: (i) den Einfluss regionaler F&E-Netzwerke auf die Wissensproduktion in einer Region zu analysieren, (ii) zwischen Effekten der lokalen Interaktion und der globalen Informationskanäle zu unterscheiden, sowie (iii) technologische Spezialisierungstendenzen und geografische Konzentrationsprozesse zu identifizieren.

Das zu entwickelnde Modell soll auf realweltliche Fragestellungen angewandt werden: Simulationsexperimente werden sich auf den Einfluss politischer Rahmenbedingungen auf die regionale Wissensproduktion beziehen, und können die ex-ante Evaluierung politischer Fördermaßnahmen unterstützen.

Start: 2016

Dauer: 3 Jahre

Funded by: FWF

Kontakt: Manfred Paier